GZ-Pokal Der TV Deggingen gewinnt den GZ-Pokal

Gosbach / Thomas Friedrich 02.08.2018
Der TV Deggingen I gewinnt das Finale gegen den TSV Obere Fils vor fast 700 Zuschauern durch einen Handelfmeter 1:0.

GZ-Pokal in Gosbach lockt die Massen. Zum Finale am Mittwochabend kamen fast 700 Zuschauer, die eine attraktivere Partie verdient hätten. „Es war eigentlich ein Null-zu-Null-Spiel“, räumt TVD-Trainer Daniel Knaupp ein. Nach vier Triumphen als Spieler hat er nun das Objekt der Begierde auch als Trainer gewonnen. Er ist nicht der erste, Önder Telci war schneller. Der gewann als Spieler mit dem FTSV Ditzenbach/Gosbach und als Trainer mit dem TSV Obere Fils.

Ob sein Triumph als Trainer die Pokalsiege als Spieler überstrahlt, kann Knaupp so nicht beantworten. Die Erinnerung an die Degginger GZ-Pokalsiege ist verblasst. Zum letzten Mal hatte Knaupp mit dem TVD 2011 gewonnen, an seine damaligen Emotionen kann sich der 41-Jährige daher „gar nicht mehr so genau“ erinnern. Naim Ponik kennt das Gefühl noch ganz genau, er gewann im Vorjahr mit dem SC Geislingen II, am Mittwoch blieb ihm ein weiterer Erfolg verwehrt.

Beide Trainer hatten denselben Plan: Hinten keine Fehler machen und vorne auf welche des Gegners warten. Diese Taktik hatten sie schon in den Halbfinals verfolgt, nach zwei Nullnummern setzten sich ihre Teams erst im Elfmeterschießen durch. Im Prinzip entschied auch im Finale das Elfmeterschießen. Daniel Vögele verwandelte einen Handelfmeter zum Sieg (43.), auf der Gegenseite schoss Burak Selcuk einen Foulelfmeter am Tor vorbei (49.).

Selcuks teurer Fehlschuss bescherte dem TV Deggingen zum fünften Mal den Pott und eine Rekordprämie. Wegen des 25-jährigen Turnierjubiläums gab’s doppeltes Preisgeld. Der Turniersieger räumte 1300 Euro ab, Deggingens Zweite steuerte als unterlegener Halbfinalist weitere 400 Euro in die Abteilungskasse bei. Obere Fils muss sich mit 800 Euro begnügen, Trainer Ponik ist mit dem Auftruitt seiner Zöglinge dennoch zufrieden. Er sah sie als „die bessere Mannschaft“, die nur „gewisse Dinge besser zu Ende“ hätte spielen müssen.

So entschied in einem Spiel ohne Torchancen Vögeles Elfmeter, über den selbst die Degginger nach Spielschluss noch schmunzelten. „Ich schieße den Wiesensteiger aus fünf Metern volle Kanne an, das war niemals Elfmeter“gestand Jan Grill. Auf der Gegenseite hätte auch Niklas Weckerles Einsatz gegen Nico Klein nicht zwingend mit Strafstoß geahndet werden müssen. „Den pfeift er nur, weil er den anderen auch gepfiffen hat“, ereifert sich Ponik über einige umstrittene Entscheidungen von Schiedsrichter Steve Henriss.

Den Deggingern war’s egal, sie feierten ihren Triumph ausgelassen. Im nächsten Jahr können sie das Eröffnungsspiel gleich gegen sich selbst bestreiten. Der TVD ist dann Pokalverteidiger und Gastgeber in einem. „Dort holen wir den Pott“, verkündet TSV-Kapitän Christian Mayer. Sein Trainer will nicht so lange warten. Als Ausgleich für die gestrige Niederlage „schlagen wir sie zweimal in der Runde“, tönt Ponik. Seine Mannschaft sei dann „so fit, dass die Degginger keine Chance mehr haben“.  Die konzentrierten sich lieber auf das Feiern des GZ-Pokalsiegs, der Saisonstart war für sie den ganzen Abend lang Lichtjahre entfernt.

Das Finale – so spielten sie

TV Deggingen: Flore – Daniel Aigner, Weckerle, Maier, Oesterling, Vögele, Maurer (53. Vogel), Marc Aigner, Wiedmann, Grill, Rebmann.

TSV Obere Fils: Mayer – Strähle, Daniel Straub (52. Seibert), Sandro Hensel, Eichinger, Marco Hensel, Selcuk, David Straub, Klein, Cengiz Telci, Unold (45. Kemal Telci).

Schiedsrichter: Henriss (Kuchen).

Tor: 1:0 Vögele (43./Handelfmeter).

Vorkommnis: Selcuk schießt Foulelfmeter neben das Tor (49.).

Zuschauer: 690.

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