Hochdorf Schwarzer Tag im wichtigsten Spiel

Oberesslinger Torjubel und Salacher Frust über einen Gegentreffer sind ganz nah beieinander.
Oberesslinger Torjubel und Salacher Frust über einen Gegentreffer sind ganz nah beieinander. © Foto: Cornelius Nickisch
Hochdorf / Markus Munz 18.06.2018
Für die TSG Salach ist der Traum vom Bezirksliga-Aufstieg geplatzt. Die TSG verliert ihr erstes Relegationsspiel 1:3.

Die TSG Salach ist in der Relegation zur Bezirksliga mit 1:3 (0:2) am VfB Oberesslingen/Zell gescheitert. Vor 300 Zuschauern auf der Sportanlage des TV Hochdorf verschliefen die Salacher die erste halbe Stunde komplett und lagen zu diesem Zeitpunkt bereits vorentscheidend mit 0:2 zurück.

Ein Pass in die Spitze genügte, um die TSG-Abwehr schon in der 4. Minute auszuhebeln, Mustafa Koc vollstreckte für den VfB eiskalt gegen Torwart Dominik Nagel. Es schien so, als hätte die TSG Salach schon ein Spiel in den Knochen und nicht der VfB Oberesslingen/Zell, der am Donnerstag den TSV Grafenberg mit 2:1 ausgeschaltet hatte und auch in Hochdorf dank der reiferen Spielanlage verdient gewann.

Yasin Karaca gelang mit einem Traumtor aus 20 Metern unter die Latte das 2:0 (30.). Erst danach fand die TSG Salach, die ohne ihren in Kroatien weilenden Taktgeber Dominik Stankovic antreten musste, über den Kampf zurück in die Partie. „Es ist natürlich bitter, wenn die Mannschaft ausgerechnet im Relegationsspiel ihr Potenzial, aus welchen Gründen auch immer, nicht abruft“, erklärte Trainer Patrick Sührck. Seine Schützlinge haben „zu viele falsche Entscheidungen getroffen und sind praktisch nie an hundert Prozent rangekommen“, Sührck attestiert dem VfB Oberesslingen/Zell deutliche Vorteile in Sachen Cleverness.

Sührck stellte in der Halbzeit um, Domenik Batinic rückte für Achim Igler ins Mittelfeld vor und leitete von dort einige gefährliche Aktionen ein. Nach sechzig Minuten lag der Anschlusstreffer in der Luft, doch der VfB Oberesslingen/Zell schloss seinen ersten Konter durch den überragenden Koc (68.) zum 3:0 ab. „Ich weiß auch nicht, was am Anfang los war, vielleicht haben wir uns zu sehr auf den Gegner konzentriert, anstatt einfach früher draufzugehen“, rätselt Torjäger Steffen Moro, dem in der Nachspielzeit der Ehrentreffer gelang, Der VfB Oberesslingen/Zell sei in der zweiten Hälfte „zwar kaum noch hinten rausgekommen“ analysiert Moro, die TSG habe aber „zu wenige Chancen herausgespielt“ und deshalb sei der Vizemeister der Kreisliga A 1 der verdiente Sieger gewesen.

Trainer Sührck hoffte in Durchgang zwei noch auf „ein Ding, um die Truppe mitzureißen“, aber bei Kopfbällen von Batinic (66.) und Dominik Czasny (74.) wollte der Ball nicht über die Linie. Pech hatte der eingewechselte Lukas Burkhardtsmaier, der sich nur fünf Minuten später verletzte und vom Platz getragen werden musste. Wegen der Behandlungspause ließ Schiedsrichter Jan Streckenbach acht Minuten nachspielen, in denen die TSG weiterhin unverzagt, aber erfolglos alles probierte.

Durch den Erfolg trifft der VfB Oberesslingen/Zell am kommenden Sonntag im Wörth-Stadion des FV 09 Nürtingen im entscheidenden Spiel um den letzten freien Platz in der Bezirksliga auf den FTSV Kuchen.

TSG Salach: Nagel – Klein, Gyesaw (73. Burkhardtsmaier, 79. Oesterling), Batinic, Roth, Czasny, Fink, Igler, Nigl, Moro, Gedik.

Tore: 0:1 Mustafa Koc (4.), 0:2 Yasin Karaka (30.), 0:3 Mustafa Koc (69.), 1:3 Steffen Moro (90.).

Zuschauer: 300 in Hochdorf.

Trainer Patrick Sührck bleibt in Salach

Erst im April hat Patrick Sührck die TSG Salach nach dem kurzfristigen Abgang von Marc Schurr übernommen. Nun hat sich der Trainer auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Verein verständigt. „Die Mannschaft bleibt zusammen, wir werden einen neuen Anlauf nehmen, auch wenn die Kreisliga A3 in der nächsten Saison brutal schwer wird“, erklärt Sührck.

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