Fußball SC: Schnell hin, siegen, und zurück

Training ist derzeit besonders wichtig. Jasko Suvalic treibt seine Schützlinge an und nimmt wenig Rücksicht auf den Pokal.
Training ist derzeit besonders wichtig. Jasko Suvalic treibt seine Schützlinge an und nimmt wenig Rücksicht auf den Pokal. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Thomas Friedrich 03.08.2018
Der SC Geislingen reist direkt aus dem Trainingslager zum WFV-Pokalspiel beim FC Blaubeuren. Danach geht’s zügig zurück.

Ganz weit oben hängt der WFV-Pokal im Ranking von Jasko Suvalic nicht. Der Coach des SC Geislingen hat das Trainingslager auf das Wochenende gelegt, an dem die erste Pokalrunde ansteht. „Wäre uns der Pokal wirklich wichtig, hätten wir das nicht gemacht“, gesteht Suvalic. Mit der erhofften Spielverlegung hat’s nicht geklappt, also reisen die Geislinger mit dem kompletten Kader aus dem Trainingslager in Unterschmeihen zum FC Blaubeuren.

Der Vorjahresdritte der Bezirksliga Donau/Iller nimmt die Aufgabe ernster, hat das Spiel eigens nach Schelklingen verlegt, weil sich dort ein deutlich besserer Rasenplatz befindet. Suvalic hat Respkt vor der individuellen Klasse des Gegners, der eine Reihe ehemaliger Halbprofis aus Polen und dem Balkan beschäftigt. Die arbeiten alle in der Firma des türkischen Vereinsvorsitzenden.

Der SC-Tross macht sich am Freitag auf den Trip nach Unterschmeihen, am Samstagnachmittag fahren die Geislinger mit allen 23 Spielern nach Schelklingen und anschließend wieder zurück in die Nähe von Sigmaringen. Der Landesligist hat mit der Pokalauslosung „sogar noch Glück gehabt“, findet Suvalic. Vom Trainingslager aus ist’s nur eine Stunde Fahrt, bei einem Gegner aus dem Tübinger oder Stuttgarter Raum wäre die Anreise „viel krasser gewesen“.

Am Freitag bittet Suvalic die Seinen zweimal auf den Übungsplatz, am Samstagvormittag vor dem Spiel folgt ein weiteres Training. Für Sonntag hat er bislang eine Einheit angesetzt, behält sich aber Änderungen vor – je nachdem wie ihm die Leistung seiner Mannschaft gefallen hat. Lässt die es zu sehr schleifen, wird sie womöglich am Sonntag zweimal geschliffen. Nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung macht sich der Trainer aber keine Sorgen.

„Die Jungs ziehen seit vier Wochen ordentlich mit“, lobt Suvalic den Fleiß seiner Zöglinge. Die überzeugten bislang in allen Tests, haben sämtliche Spiele gewonnen. Die Neuzugänge haben sich schnell akklimatisiert. Vom erfahrenen Jan-Philipp Klein hat Suvalic nichts anderes erwartet, das Bezirksliga-Trio vom FTSV Kuchen fand sich überraschend schnell zurecht. Yannick Ruther, Sezer Güler und Melih Kahraman „halten das Niveau der Kollegen absolut“, befindet der Trainer.

Wen er im Pokalspiel aufstellt, entscheidet Suvalic erst nach dem samstäglichen Vormittagstraining in Unterschmeihen. Er will immerhin die fittesten Spieler ins Rennen schicken, die es sich im Verlauf der bisherigen Vorbereitung „am meisten verdient“ haben. Gewinnen würde Suvalic am Samstag schon gerne. Auch wenn die Landesliga-Vorbereitung Priorität genießt, will er im Verbandspokal „möglichst weit kommen“. In den späteren Runden könnte dann ja ein attraktiver Gegner aus der Regionalliga oder gar der Dritten Liga ins Eybacher Tal gelost werden. Für ein solches Spiel würde Suvalic dann sogar ein Trainingslager absagen.

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