Er ist der Vorzeigespieler des SC Geislingen, stand in allen 26 Partien die volle Distanz über auf dem Feld und hat die Rolle des Führungsspielers glänzend erfüllt: Tomislav Ivezic. Nun ist klar, dass der Spielführer des Fußball-Landesligisten auch in der kommenden Runde den SC-Dress tragen wird. Für den 25-Jährigen stand außer Frage, sich weiter an den Club aus dem Eybacher Tal zu binden. Der ambitionierte Defensivspezialist will dazu beitragen, dass den Geislingern in der neuen Runde der Aufstieg in die Verbandsliga gelingt.

"Tomi ist aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken", weiß der sportliche Leiter Lutz Siebrecht um die Qualitäten seines "Wunschspielers", der früher unter anderem für den Oberligisten SSV Reutlingen am Ball war und herausragende Zweikampfwerte genießt. Ivezic besticht durch seine einerseits umsichtige, andererseits aber auch aggressive Spielweise. Er reißt die Mannschaft mit und rüttelt sie wach, wenn es mal nicht so läuft oder der Schlendrian einzukehren droht. Von der F- bis zur B-Jugend spielte der Innenverteidiger schon beim SC und in seiner aktiven Zeit unter Trainer Uli Haug beim Verbandsligisten SV Göppingen. Im Heimspiel gegen den FC Bargau gelang ihm sein erstes Saisontor. Natürlich per Kopf, denn das Kopfballspiel ist die Stärke des Geislinger Spielführers.

Der Kader der neuen Spielzeit nimmt also immer weiter Gestalt an, da sich auch Jozef Kqiraj (bis 2016) und Karlo Petricevic (bis 2018) an die Geislinger gebunden haben. Kqiraj soll mit seiner Schnelligkeit dem Flügelspiel entscheidende Impulse verleihen, muss sich aber in den Eins-gegen-Eins-Situationen noch besser behaupten. Petricevic soll in der kommenden Saison sein wahres Potenzial abrufen und nicht mehr derart ungestüm zu Werke gehen, wie er es in der laufenden Runde tat. Drei Rote Karten fing sich der 21-Jährige ein, die zusätzlich zu seinen kleineren Blessuren längere Zwangspausen nach sich zogen. Dadurch dass er mittlerweile ganz gut Deutsch spricht und versteht, dürfte es bald keine Verständigungsprobleme mehr geben.

Aus dem Jugendbereich rücken die U19-Junioren Fabian Falzone und Sven Sönmez (beide Mittelfeld und Angriff) in den Kader. Sönmez verzeichnete bereits mehrere Einsätze in der ersten Mannschaft. "Wir bauen auch auf den eigenen Nachwuchs", betont Siebrecht.

Freilich benötigt man für das anvisierte Ziel Aufstieg noch den einen oder anderen neuen gestandenen Mann. Siebrecht hat bereits diverse Gespräche geführt. "Spruchreif ist aber noch nichts", sagt er. Klar ist dagegen, dass Mittelfeldspieler David Leu den SC nach fünf Spielzeiten verlassen wird. "Er wird im Sommer Vater und möchte sportlich kürzer treten, um mehr Zeit für seine Familie zu haben", berichtet Siebrecht.