Landesliga Radojevic gesteht Ebersbacher Unzufriedenheit

Die Ebersbacher Landesliga-Fußballer lenkt seit nunmehr sieben Jahren ihr Trainer Dinko Radojevic. Foto: Cornelius Nickisch
Die Ebersbacher Landesliga-Fußballer lenkt seit nunmehr sieben Jahren ihr Trainer Dinko Radojevic. Foto: Cornelius Nickisch © Foto: Foto: Cornelius Nickisch
Ebersbach / MARKUS MUNZ 23.12.2016

Wir können mit unserer Vorrunde nicht zufrieden sein“, erklärt Dinko Radojevic, Trainer von Fußball-Landesligist SV Ebersbach, der mit 22 Punkten im Tabellenmittelfeld überwintert, dabei aber den Blick nicht nach oben, sondern zuerst auf die Abstiegszone richten muss. „Wir wollen so schnell wie möglich die 40 Punkte sammeln und am Ende zwischen Platz fünf und acht landen“, formuliert Radojevic deshalb die Zielsetzung für die Rückrunde.

Zur Wintervorbereitung am 10. Januar wird der Trainer auch Nick Strohmaier begrüßen können. Der Abwehrspieler schließt sich nach der Rückkehr von seiner Weltreise wieder dem SV Ebersbach an. Um den Kader in der Breite zu verstärken, werde man während des Transferfensters bei dem einen oder anderen Kandidaten anklopfen, so Radojevic, spruchreif sei aber noch nichts.

Zu früh kommt der Trainingsauftakt auf jeden Fall für Vincenzo Parrinello. Der vor der Saison als Spielmacher geholte Offensiv­mann konnte wegen eines Kreuzbandrisses noch nicht im Ebersbacher Trikot auflaufen. Ihn erwartet Radojevic erst im Februar oder März im Mannschaftstraining. Der 38-jährige hofft, dass im neuen Jahr wenigstens Jannik Froschauer und Caglar Celiktas verletzungsfrei bleiben. Beide Stürmer haben den Großteil der Vorrunde verpasst. Auch ihr Back-up Pascal Römpfer stand wegen Rückenproblemen keine Minute auf dem Platz. Aktuell wartet der am Knie verletzte Florian Ujupaj noch auf eine genaue Diagnose.

Bei den Gründen für die unter den Erwartungen gebliebene Halbzeitbilanz sind in erster Linie die Verletzungsprobleme zu nennen. Radojevic klammert aber auch nicht aus, dass gerade in der Anfangsphase der Saison Punkte leichtfertig hergegeben wurden: „Wir haben gegen fast alle Mannschaften auf den Abstiegsplätzen verloren. In diesen Spielen hat der eine oder andere vielleicht ein bisschen weniger gemacht, aber das reicht eben nicht.“ Ende Oktober stand der SV Ebersbach sogar auf dem vorletzten Tabellenplatz, bekam aber dann die Kurve und arbeitete sich nach oben. „Im Hinterkopf hat man schon ein bisschen Angst, noch tiefer hinten reinzurutschen“, gibt Radojevic zu, „wir wussten ja, dass die Qualität da ist, aber wir haben sie nicht konstant genug abgerufen. Alles in allem fehlte uns in der ganzen Vorrunde die Kontinuität.“ Insbesondere auswärts brachten die Ebersbacher kaum ein Bein auf den Boden und holten nur fünf Punkte.

Radojevic ist mittlerweile im siebten Jahr beim SV Ebersbach. Dass er auch in der neuen Saison der Trainer bleibt, ist mehr als eine Tendenz. Im neuen Jahr wird er sich dazu in aller Ruhe mit dem Sportlichen Leiter Jürgen Schorstädt zusammensetzen.

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