Fußball Pokalschreck auf der Voralb

Max Hölzli (am Ball) und seine Mannschaftskameraden vom Fußball-Verbandsligisten FC Heiningen empfangen am heutigen Samstag um 15.30 Uhr den TSV Essingen.
Max Hölzli (am Ball) und seine Mannschaftskameraden vom Fußball-Verbandsligisten FC Heiningen empfangen am heutigen Samstag um 15.30 Uhr den TSV Essingen. © Foto: Cornelius Nickisch
Heiningen / Markus Munz 13.10.2018

Zwischen zwei Siegen in der Fußball-Verbandsliga hat der TSV Essingen, am heutigen Samstag zu Gast beim FC Heiningen, zuletzt Drittligist SG Sonnenhof Großaspach mit 3:2 aus dem WFV-Pokal gekegelt. Vor der Saison wurde die Mannschaft um die Routiniers Stani Bergheim und Christian Essig ambitioniert verstärkt. Aus Dorfmerkingen kamen in Fabian Weiß und Niklas Weißenberger zwei WFV-Pokalsieger von 2017, vom FC Homburg der Regionalliga-erfahrene Marc Gallego.

„Von den Namen her ist Essingen sicherlich die beste Mannschaft der Verbandsliga, aber wenn wir unsere Aufgaben erledigen, ist für uns auf jeden Fall etwas drin“, erklärt Heiningens Max Hölzli. Der Sieg in Wangen sei enorm wichtig gewesen, auch wenn es beim 4:3 „nicht unsere beste Leistung“ war. Unruhe sei aber auch nach den drei Niederlagen zuvor nicht aufgekommen, berichtet der Linksfuß.

„Wir haben aus unserem ersten Verbandsliga-Jahr gelernt, dass es immer weiter geht. Am Ende zählt der Klassenerhalt, aber natürlich helfen uns die Punkte, die wir schon haben, um nicht bei jedem Spiel komplett unter Druck zu stehen.“ 23 Jahre ist Hölzli vor einigen Tagen erst geworden, mit mehr als 80 Verbands- und Landesliga-Spielen sowie 17 Oberliga-Einsätzen für den SSV Reutlingen zählt er aber schon zu den Erfahrenen im Heininger Kader. „Wir spielen jetzt einen reiferen Fußball als vor drei Jahren und stehen stabiler in der Grundordnung. Damals sind wir vorne früher angelaufen, haben aber zu viele Tore bekommen“, vergleicht Hölzli und vertritt die Philosophie von Trainer Denis Egger. „Nur wenn wir sicher stehen, haben wir eine Chance, in der Liga zu bestehen. Nach vorne geht immer etwas.“

Um Verbandsliga-Niveau zu erreichen, müsse man sich als junges Talent unterordnen können und sich Ratschläge von erfahrenen Spielern anhören. „Wenn man diesen Prozess annimmt, sieht man schnell Fortschritte in der Trainings- und Spielleistung“, so Hölzlis eigene Erfahrung seit seiner Rückkehr nach Heiningen. „Ich spiele gerne hier, weil es mir Spaß macht zusammen mit den Leuten, die da sind“, unterstreicht der Fußballer, der sich über andere Klubs keine Gedanken macht.

In Heiningen kann er sein duales BWL-Studium und den Fußball am besten miteinander verbinden. „Damit bin ich schon gut ausgelastet“, lacht der Linksverteidiger mit Offensivdrang. Trainer Egger hat ihn bei der jüngsten Personalknappheit weiter nach vorne gezogen. „Der Fußball ist in den letzten Jahren ohnehin immer ­flexibler und unabhängiger von Positionen geworden“, meint Max Hölzli.

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