Fußball Der Plan des Trainers geht auf: Gianni Coveli ist zufrieden

Zieht in der Winterpause eine positive Zwischenbilanz für den SV Göppingen in der Fußball-Oberliga: Sportvereins-Trainer Gianni Coveli.
Zieht in der Winterpause eine positive Zwischenbilanz für den SV Göppingen in der Fußball-Oberliga: Sportvereins-Trainer Gianni Coveli. © Foto: Peter Poller
Göppingen / ANDREAS BÖHRINGER 14.12.2017
Ansprechende Leistungen und gute Punktausbeute, beim SV Göppingen gibt es zufriedene Gesichter. Gianni Coveli zieht eine positive Zwischenbilanz.

In der Saison 2016/17 mussten wir anfangs viel rennen und verteidigen. Es ging darum, defensiv stabil zu stehen“, holt Gianni Coveli, Trainer des Fußball-Oberligisten SV Göppingen, bei seinem Hinrunden-Fazit aus. Der Liebhaber von Ballbesitz und Offensivfußball musste nach dem Aufstieg entgegen seiner Überzeugungen handeln. Der Zweck heiligte die Mittel und seine Truppe zeigte, dass sie auch Defensive kann. Allmählich kamen die Rot-Schwarzen auch spielerisch in der Oberliga an: „Bereits in der Rückrunde konnten wir das Spiel weiter nach vorne verlagern“, so der Übungsleiter, der diesen Prozess mit seinem Team seitdem verfeinert hat.

Diese Entwicklung schlägt sich nicht nur in den Leistungen wieder, sondern auch im Klassement, wo der SV nach 17 Partien 24 Zähler auf dem Konto hat und einer sorgenfreien Saison entgegensteuert. Kapitän Oliver Stierle ergänzt: „Wir sind in der Oberliga angekommen. Es ist wichtig, dass sich die Mannschaft permanent weiterentwickelt. Die Jungs arbeiten an sich und fragen die älteren Spieler um Rat.“

Den eingeschlagenen Weg will Coveli weitergehen. „Mein Wunsch ist es, weiterhin mit solch einer Dynamik nach vorne zu spielen, ohne hinten Tür und Tor zu öffnen. Darauf kommt es in dieser Liga an, denn Fehler werden bestraft“, so der 47-Jährige, der besonders auf die Heim­auftritte stolz ist, als seine Schützlinge teils spektakuläre Partien ablieferten. „Unsere Fans gehen zufrieden nach Hause. Das Team fightet, zeigt Mentalität und Teamgeist, wir bieten gute Unterhaltung mit einem hohen Erlebnisfaktor. Die Jungs spielen einen guten Ball nach vorne mit vielen Lösungsmöglichkeiten. Das hat sich im Kreis herumgesprochen“, freut sich der A-Lizenz-Inhaber über die positive Resonanz von den Rängen.

Das Abschneiden ist umso erstaunlicher, da es einen großen Personalwechsel gab und solche Übergänge oftmals Zeit in Anspruch nehmen. „Wir hatten eine große Fluktuation“, bestätigt Coveli und ist mit der Transfer­bilanz überaus zufrieden: „Wir haben bei den Neuen ein gutes Händchen bewiesen, sie haben sich richtig gut entwickelt.“ Mit Rückkehrer Domenic Brück (28), Marc Mägerle (26), Nils Staiger (19), ­Pavlos Osipidis (27), Shaibou Oubeyapwa (24) und Francis Ubabuike (22) hat sich ein Sextett einen Stammplatz gesichert, Iurii Kotiukov (27) und Patrick Stöppler (29) sind wertvolle Alternativen. Für Coveli gibt es gute Gründe, warum die Neuzugänge eingeschlagen haben: „Die Jungs nehmen Dinge an und ordnen sich dem System unter. Es herrscht im Team eine gewachsene Hierarchie und eine große Harmonie. Viel spielt sich im Kopf ab und die Jungs wissen, dass sie Fehler machen dürfen. Wir messen sie nicht daran, sondern an ihrer Bereitschaft zu lernen. Sie haben unser Vertrauen und benötigen deshalb keine längere Anlaufzeit.“

Insgesamt hat sich die individuelle Qualität im Kader deutlich erhöht und dem SV-Coach bieten sich vielfältige Variationsmöglichkeiten, um auf Formschwankungen oder aus taktischen Erwägungen zu reagieren. Die personellen Alternativen werden mit der Rückkehr der langzeitverletzten Michael Renner (25), Franco Petruso (29) und Gent Cerimi (24) noch größer, so dass Coveli vor der Qual der Wahl stehen wird. Wenn Konkurrenz das Geschäft belebt, können sich Verantwortliche und Anhänger bereits auf die Rückrunde freuen, in der die 50 Punkte aus dem letzten Spieljahr bestätigt werden sollen. Die Vorzeichen stimmen für Coveli: „Fitness, Spielphilosophie und Taktik gehen bei uns Hand in Hand, wir sind gefestigt, gehen mit Rückschlägen gut um und haben fußballerisch einen Schritt nach vorne gemacht. Das haben wir uns alles selbst erarbeitet.“

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