Phönix aus der Asche

Daniel Budak (rechts), Co-Trainer des Verbandsligisten SV Göppingen, sieht seine fußballerische Zukunft nicht auf dem Platz, sondern auf der Bank. Foto: Peter Poller
Daniel Budak (rechts), Co-Trainer des Verbandsligisten SV Göppingen, sieht seine fußballerische Zukunft nicht auf dem Platz, sondern auf der Bank. Foto: Peter Poller
ANDREAS BÖHRINGER 02.05.2014
Mehr oder minder aus dem Nichts ist der SV Göppingen wieder im Rennen um den Titel in der Fußball-Verbandsliga. Am morgigen Samstag gastiert der Dritte bei Tabellennachbar Sportfreunde Schwäbisch Hall.

"Konstant inkonstant" könnte das Verbandsliga-Motto in dieser Spielzeit sein, denn scheinbar will partout kein Klub in das baden-württembergische Fußball-Oberhaus aufsteigen. Der VfR Aalen II sah bis vor kurzem wie der sichere Meister aus, doch nun hat der Virus der Inkonstanz auch die Kraft-Elf befallen, die zuletzt vier Partien in Folge verlor.

Mit 44 Punkten ist der komfortable Vorsprung auf den Zweiten FSV Bissingen auf zwei Zähler zusammengeschmolzen, nochmals zwei Zähler dahinter rangiert der Sportverein Göppingen auf Position drei und ist damit wieder mittendrin im Aufstiegskampf, aus dem sich die Rot-Schwarzen eigentlich bereits verabschiedet hatten.

"Ich habe das Gefühl, keiner will aufsteigen", kommentiert Daniel Budak die Situation an der Tabellenspitze: "Und weder die Leistungen, noch die Ergebnisse rechtfertigen einen Aufstieg der vorderen Vereine. Auch bei uns nicht", ergänzt der Göppinger Co-Trainer, der sein Team anmahnt, "nicht mehr auf die anderen zu schauen. Das haben wir lange genug getan und sind nicht gut damit gefahren."

Budak war mit der Vorstellung der Seinen beim 1:0-Sieg über den FC Wangen zufrieden: "Es war eine klare Steigerung zu erkennen", lobte der frühere SV-Mannschaftskapitän seine Truppe: "Wir haben zwar noch Luft nach oben, aber auf dieser Leistung können wir aufbauen."

Taktisch hatten sich die Trainer etwas Neues einfallen lassen und ließen ihre Truppe in einem 4-3-3 agieren. "Das hat nicht schlecht geklappt und ist weiterhin eine Option", erklärt Budak und begründet: "Wir wollten mehr Druck nach vorne machen, deshalb haben wir mit Brück über links, Loser über rechts und Ruckh im Zentrum gespielt, mit drei Sechsern in den Zwischenräumen dahinter. Insgesamt war das gut und wir hatten offensiv mehr Aktionen als zuletzt."

Seine eigene Zukunft sieht Budak, der kommenden Montag seinen 30. Geburtstag feiert, auf der Trainerbank: "Wenn Not am Mann ist, helfe ich aus. Ansonsten würde ich einem jungen Akteur nur den Platz wegnehmen." Mit dem neuen Coach Gianni Coveli, dem Budak ab Sommer assistieren wird, gab es bereits mehrere Treffen und es findet ein regelmäßiger Gedankenaustausch statt: "Ich komme gut mit ihm klar und finde seine Art, wie er Fußball spielen lassen will, super. Wir haben auch über verschiedene Spieler gesprochen. Ich bin sehr gespannt auf die kommende Saison", blickt der Offensivspieler voraus.

Am morgigen Samstag reist die Elf um Kapitän Chris Loser zum Topspiel nach Schwäbisch Hall (Anpfiff 15.30 Uhr). Die Sportfreunde, augenblicklich auf Rang vier im Klassement, zogen im Hinspiel mit 0:1 (Tor: Colic) den Kürzeren. Personell sind die Alternativen auf Göppinger Seite weiterhin rar: Patrick Warth und Meksud Colic können diese Saison voraussichtlich nicht mehr ins Geschehen eingreifen, Oliver Stierle und Enis Zejnulahi fallen mit Muskelverletzungen aus. Der Einsatz von Isaac Houssou und Gent Cerimi, der zuletzt eine der drei Positionen im defensiven Mittelfeld bekleidete, ist fraglich.

Info Mitfahrgelegenheit im Teambus, Abfahrt 12.45 Uhr am SV-Stadion.

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