GZ-Pokal Ohne Stallorder freie Fahrt für Besseren

Gosbach / Thomas Friedrich 30.07.2018

Der TV Deggingen greift im Endspiel am Mittwoch zum fünften Mal nach dem GZ-Pokal. Ihren Platz im Finale haben die Degginger bereits sicher, heute Abend ab 19.15 Uhr schießen sie vereinsintern aus, ob die erste oder die zweite Garnitur am Mittwoch im Endspiel des Turniers in Gosbach aufläuft. Vorher spielt um 18 Uhr Rekordsieger FTSV Kuchen gegen den TSV Obere Fils.

In der Vorsaison spielten beide in der Bezirksliga, Obere Fils stieg ab und Kuchen rettete sich gerade noch über die Relegation. Das klingt nach einem Duell auf Augenhöhe, nach den bisherigen Auftritten beider Teams lässt sich kein Favorit ausmachen. Von den Protagonisten des Vorjahresfinales zwischen SC II und TKSV Geislingen ist nur noch einer übrig geblieben. Der damalige SC-Coach Naim Ponik betreut jetzt Obere Fis und will als erster Trainer in der 25-jährigen Geschichte des GZ-Pokals zweimal hintereinander mit zwei verschiedenen Mannschaften triumphieren.

Diese Rechnung will der siebenmalige Triumphator FTSV Kuchen durchkreuzen. Trainer Martin Braunmiller und seine Schützlinge hätten lieber erst um 19.15 Uhrt gespielt, der frühe Anstoßzeitpunkt passt vielen Kuchenern nicht ins Konzept. Am 18-Uhr-Termin „sind sie selber schuld“, sagt Braunmiller. Um den zu vermeiden, hätten die Seinen nur Gruppensieger werden müssen, die 0:2-Pleite gegen Deggingen I kostete diesen Rang.

Im Finale könnte wieder A-Ligist Deggingen warten, oder B-Ligist Deggingen II? Da sollte es doch wohl keine Zweifel geben, oder? „Es gibt keine Stallregie“, versichert Kai Strößenreuther, Trainer der Zweiten. Im Gegenteil, seine Schützlinge wollen den Stars der ersten Mannschaft gerne zeigen, dass sie nicht nur ab und zu mal im Training gegen sie gewinnen können, sondern auch in einem Wettkampf.

In Gosbach warten auf die Zuschauer heute nicht nur wegen der prognostizierten 37 Grad heiße Halbfinals.

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