Göppingen Oberligist wieder am Ball

Trainer Gianni Coveli begrüßt die Seinen zum Trainingsauftakt. Mit dabei waren auch die drei Neuzugänge des Sportvereins.
Trainer Gianni Coveli begrüßt die Seinen zum Trainingsauftakt. Mit dabei waren auch die drei Neuzugänge des Sportvereins. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Andreas Böhringer 03.07.2018
Zum Göppinger Saisonauftakt sahen die Fans eine lockere Trainingseinheit.

Im ersten Jahr hatten wir 50 Punkte, zuletzt 51 und nun ist das Ziel, die Ausbeute weiter zu verbessern“, erklärte ­Gianni Coveli am Rande der ersten Übungseinheit zur Oberliga-Saison 2018/19 und nahm damit das gesicherte Tabellenmittelfeld fest ins Visier: „Mit 50 Zählern hat man mit dem Abstieg nichts zu tun.“

Den Anhängern versprach er, weiterhin attraktiven Fußball an der Hohenstaufenstraße geboten zu bekommen. „Ich bin ein Freund davon, immer nach vorne zu spielen. Davon will ich nicht abrücken“, so der SV-Coach, der in sein fünftes Jahr bei den Rot-Schwarzen geht und drei Neuzugänge zum Aufgalopp begrüßen durfte: „Ich kenne alle schon lange. Sie passen zu unserer Spielidee und nehmen sich selbst nicht so wichtig, der Teamgedanke steht im Vordergrund.“ Bei den Interviews konnten die Fans erste Eindrücke von dem Trio sammeln. Simon Frank (27, FC Nöttingen) ist auf der Linksverteidiger-Position eingeplant  und hat neben der Liga auch den WFV-Pokal auf seiner Agenda stehen. „Ich habe mit Nöttingen schon im DFB-Pokal gespielt und das ist einfach eine tolle Erfahrung. Deshalb ist das ein großes Ziel für mich.“ Franks Vordermann könnte Michael Wende (TSV Essingen) werden, denn der 28-jährige Stürmer ist flexibel einsetzbar. „Für meinen Wechsel war zuallererst die Oberliga ausschlaggebend“, so der beidfüßig starke Wende, der „das Vertrauen des Vereins“ zurückzahlen wolle und seinen Essinger Teamkollegen Stani Bergheim als Vorbild nennt: „Er hat viel Erfahrung, von ihm habe ich viel gelernt.“

Dritter im Bunde ist Marvin Leon­hardt (23, Neckarsulmer SU), der aus Kirchheim stammt und berufsbedingt wieder in hiesige Gefilde gezogen ist. Als seine Lieblingsposition bezeichnet er die Innenverteidigung, „ich bin aber vielseitig einsetzbar und kann auch rechts oder links verteidigen“, so der 1,85 Meter große Leonhardt, der zu Jugendzeiten für den 1. FC Kaiserslautern aktiv war. „Eine tolle Erfahrung, die mich sportlich und auch privat geprägt hat.“

Bevor tatsächlich der Ball rollte, mussten die Kicker ein Programm mit Aufwärm- und Stabilisationsübungen absolvieren, Marcel Schleicher wurde mit torhüterspezifischen Aufgaben gefordert. Bei einem Acht-gegen-Acht-Trainingsspiel konnte Gianni Coveli einen Gastspieler näher unter die Lupe nehmen. Nachdem der Vertrag mit Franco Petruso nicht verlängert wurde, halten die Verantwortlichen nach einem Offensivspieler Ausschau.

„Ein Spieler wird noch kommen“, äußert der 47-Jährige. „Es werden jetzt immer wieder Akteure mit trainieren. Bei meiner Entscheidung lasse ich mir Zeit, wir haben keine Eile. Wir müssen 100 Prozent überzeugt sein“, ergänzt Coveli, der noch auf Oliver Stierle, Chris Loser, Kevin Rombach und Iurii Kotiukov verzichten musste. Nils Staiger und Felix Frenz mussten sich verletzungsbedingt mit Lauftraining begnügen. Der 18-jährige Frenz nimmt seit einem halben Jahr immer wieder am Trainingsbetrieb teil und wird nun ganz in den Oberliga-Kader integriert. Der Mittelfeldspieler ist noch für die A-Jugend spielberechtigt.

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