Fußball-Landesligist SV Ebersbach kam am Freitagabend im Heim-Derby gegen den Tabellenletzten TSV Weilheim nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Die beiden Treffer resultieren aus zwei Foulelfmetern in der Schlussphase der ersten Hälfte. Von Beginn an lief der Tabellenletzte aus Weilheim, der zuletzt zwei Spiele in Folge gewann, die Ebersbacher früh an und versuchte Druck auszuüben. In der 17. Minute hatten die motiviert wirkenden Gäste ihre erste Chance durch Daniel Dominkovic. Zwei Minuten später tauchte der SV Ebersbach erstmals gefährlich vor dem Weilheimer Kasten auf. Allerdings konnte Torwart Jonas Schmidt den Drehschuss von Jannik Froschauer halten.

Die beste Weilheimer Chance vergab Dogukan Dogan, der in der 34. Minute nach einem Abpraller im Strafraum aus acht Metern abzog. Sein Schuss verfehlte jedoch das Ebersbacher Gehäuse knapp.

Vier Minuten vor der Pause stellte SVE-Akteur Lars Grünenwald seinem Gegenspieler Dominkovic im eigenen Strafraum ein Bein, sodass Schiedsrichter Maik Kaack auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Gefoulte selbst verwandelte zur Gästeführung. Diese hatte jedoch nur drei Minuten Bestand, denn im Weilheimer Strafraum brachte Fabio Brandner den Ebersbacher Niklas Kalafatis zu Fall. Caglar Celiktas sagte danke und verwandelte den Strafstoß zum 1:1-Pausenstand.

Die Gastgeber kamen mit mehr Präsenz aus der Kabine, echte Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Dennoch sahen die Fans auf dem Ebersbacher Kunstrasenplatz ein temporeiches Spiel mit vielen Zweikämpfen, das sich zumeist zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Während in der ersten Hälfte die Weilheimer die bessere Mannschaft waren, waren im zweiten Durchgang die Spielanteile verteilt. Die einzige dicke Torchance hatte der Weilheimer Salih Erglic, dessen abgefälschter Schuss in der 69. Minute nur knapp das SVE-Gehäuse verfehlte. In der Schlussphase verstärkte Ebersbachs Trainer Dinko Radojevic noch einmal die Offensive, doch das Siegtor wollte den Gastgebern nicht mehr gelingen, sodass es beim 1:1 blieb.

„Ich bin enttäuscht“, sagte Radojevic nach der Partie, „wir haben heute gegen eine aggressive Mannschaft gespielt und nicht die nötige Ruhe in unserem Spiel gefunden. Ich hatte mir von meiner Mannschaft mehr Cleverness erwartet. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Raum, konnten damit aber nichts anfangen.“

SV Ebersbach: Schurr – Ivezic, Froschauer (66. Kqiraj), Celiktas, Kalafatis, Maglio, Strohmaier, Baumgartner, Roos (75. Magno), Grünenwald, Lissner (84. Prinz).