Fußball Neuling auf neuem Niveau

In der vergangenen Saison freuten sich Robin Reichert (Nr. 17) und Dominik Mader über den 1:1-Ausgleich im Derby beim SV Ebersbach.
In der vergangenen Saison freuten sich Robin Reichert (Nr. 17) und Dominik Mader über den 1:1-Ausgleich im Derby beim SV Ebersbach. © Foto: Cornelius Nickisch
Heiningen / Markus Munz 01.09.2018

Nein, Angst, sich zu verletzen, hat Robin Reichert nicht, obwohl auf der Innenverteidiger- Position beim FC Heiningen die Seuche zu grassieren scheint. „Was Verletzungen angeht, bin ich bisher ganz gut verschont geblieben“, kann der 24-Jährige mit einem Lachen berichten. Beim Verbandsliga-Aufsteiger hoffen sie, dass das so bleibt. Denn vier seiner Kollegen fehlen aktuell verletzt oder gesperrt.

Deshalb kam Dominik Mader, in der letzten Saison noch Landesliga-Torschützenkönig, beim 2:2 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen zu einem Comeback in der Abwehr. Größere Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Nebenmann gab es laut Reichert keine: „Ich habe anfangs der letzten Saison dort schon mit ihm zusammen gespielt, und im Training hat es auch gut gepasst.“ Auch auf den Fildern passte es, bis zur 89. Minute führte der FC Heiningen im ersten Auswärtsspiel mit 2:0. „Bis dahin haben wir überragend gespielt, der Siegeswille war da. Leider haben wir das 2:1 schlecht verteidigt“, berichtet Reichert. In der Nachspielzeit traf Josip Pranjic per direkt verwandeltem Freistoß in den Winkel zum Ausgleich. „Unser Torwart war noch dran, aber der war zu gut geschossen.“ Die ambitionierten Gastgeber jubelten über den einen Punkt, für den FC Heiningen habe sich das Ergebnis dagegen zunächst wie eine Niederlage angefühlt. „Vor dem Spiel wären wir mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber der Spielverlauf war natürlich sehr bitter für uns.“

Mit etwas Abstand lässt der Saisonstart mit vier Punkten aus zwei Spielen den Dürnauer aber optimistisch in die weitere Runde blicken. Lediglich in den ersten zehn Minuten zum Auftakt gegen Tübingen habe man sich schwer getan. „Viele Spieler im Kader, wie auch ich, spielen zum ersten Mal in der Verbandsliga. Aber wir haben uns schnell gefangen und es lief bisher gut“, weiß der Defensivmann.

2017 wechselte Reichert vom FC Eislingen nach Heiningen, kam dort auf Anhieb auf 27 Saisonspiele und wurde Meister. Beim FCE durchlief er die Jugend und sammelte Landesliga-Erfahrung. In der Verbandsliga misst sich der VfB-Fan nun mit vielen Spielern, die in der Jugendabteilung von Profivereinen ausgebildet wurden. „Es wird körperbetonter gespielt und Fehler werden sofort bestraft“, so Reicherts erste Erfahrungen. Deshalb dürfe man dem Gegner so wenige Großchancen wie möglich gestatten. „Die Stimmung in unserem Team ist überragend und alle arbeiten diszipliniert gegen den Ball. Wenn die Einsatzbereitschaft so bleibt wie bisher, dann wird es für alle Gegner schwer gegen uns“, glaubt der Industriekaufmann, der ein berufsbegleitendes Studium absolviert.

Heute um 17 Uhr kommt es in Heiningen zum Aufsteigerduell gegen den FV Löchgau. Beide Klubs waren schon einmal in der Verbandsliga, Heiningen vor drei Jahren, Löchgau vor zwei, und sind nun gemeinsam zurück. „Gerade zuhause wollen wir in so einer Partie natürlich punkten“, sagt Reichert.

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