Fußball Mit kleinem Trick die Fehler der Vorjahre bekämpfen

Westerheim/Nellingen/Aufhausen / Thomas Friedrich 10.08.2018

Der Fußballbezirk Donau/Iller ist mit dem Saisonstart eine Woche früher dran. Am Sonntag um 15 Uhr steigt der SV Westerheim mit einem Heimspiel gegen die SF Rammingen in die Kreisliga A Alb ein. Im Vorjahr fehlten dem SVW nur zwei Törchen zum punktgleichen TSV Blaubeuren und zur Aufstiegsrelegation. Die Enttäuschung haben die Westerheimer verarbeitet. „Wir müssen nach vorne schauen“, verlangt Trainer Frank Klingler.

Er will sich mit den Seinen in dieser Runde „um mindestens einen Platz“ verbessern und bis zum Schluss „um die Aufstiegsplätze mitspielen“. Dazu wäre es hilfreich, die Fehler der Vorjahre abzustellen. Da haben die Westerheimer stets durch einen Fehlstart nach der Winterpause die entscheidenden Punkte liegen lassen. Diesmal dauert die offizielle Pause noch länger als sonst, vom 19. November bis zum 17. März. Klingler will einen schläfrigen Start verhindern, indem er gar nicht erst das Gefühl von Winterpause aufkommen lässt. „Wir trainieren weitgehend durch“, verrät er das Rezept.

Wenn sich die Seinen in diesen vier Monaten so reinhängen wie jetzt in der Sommervorbereitung, braucht dem SVW nicht bange sein. Klingler ist hochzufrieden mit dem Engagement, 32 Mann waren mit im Trainingslager. Der Gewinn des Kaiser-Pokalturniers sowie der Erstrunde-Sieg im Bezirkspokal geben Selbstvertrauen. Am Sonntag erwartet Klingler gegen den Vorjahres-Elften dennoch eine kitzlige Partie. Rammingen habe sich „in jedem Mannschaftsteil mit einem guten Spieler verstärkt“,  Klingler traut dem kommenden Gegner sogar zu, zur Überraschungsmannschaft der Saison zu werden.

Am Sonntag will Klingler keine unangenehme Überraschung erleben, trotz Personalsorgen. Thomas Schulz und Timo Klein haben sich im Pokal Bänderrisse zugezogen, von den vielen Langzeitverletzten will der Coach „schon gar nicht mehr reden“.

Die SG Nellingen startet in die erste Saison als Spielgemeinschaft mit dem SV Aufhausen. Zum Auftakt der Kreisliga B Alb geht’s zum SV Göttingen. Der neue Trainer Andreas Stolecki hat bisher keine Grüppchenbildung wahrgenommen. Nellinger und Aufhausener kennen sich schon lange, viele Spieler haben gemeinsam in der Jugend gespielt, in der es die Spielgemeinschaft beider Vereine schon länger gibt. Bei den Aktiven wächst jetzt zusammen, was zusammengehört.

Stolecki hat sich aus dem Überangebot an Spielern seinen 19er-Kader für die erste Mannschaft zusammengesucht. Mit Björn Preiß, Nico Gösele, Patrick Fink und Lukas Jäger haben vier Aufhausener den Sprung geschafft. Den Kader hat der neue Trainer jetzt gefunden, mit dem passenden Spielsystem ist er noch nicht ganz so weit. Bis die Mannschaft so spielt wie Stolecki es will, kann es „noch ein halbes Jahr dauern“. Deswegen hält sich der Coach mit extrem ehrgeizigen Saisonzielen zurück.

Am Sonntag in Göttingen wäre Stolecki schon mit einem Unentschieden zufrieden, zumal mit Tobias Zimmermann (Muskelfaserriss), Tobias Bollinger, Björn Preiß und Moritz Stäb (alle Urlaub) sowie Nico Böttinger (Trainingsrückstand) fünf Kräfte fehlen.

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