ANDREAS BÖHRINGER  Uhr
Vor einem richtungsweisenden Duell steht Fußball-Verbandsligist SV Göppingen: Am morgigen Sonntag, 15 Uhr, gastiert die Krannich-Elf beim SV Böblingen. Nicht mehr zur Verfügung steht dabei Lukas Rösch.

Mit jeweils zwölf Punkten reihen sich Böblingen und Göppingen momentan in der erweiterten Verfolgergruppe der Fußball-Verbandsliga ein, der Sieger des Duells wird sich in der Tabelle nach oben orientieren können. Die Aufgabe beim SV Böblingen wird für die Göppinger allerdings schwer, denn das junge Böblinger Team wurde vor der Saison klug verstärkt. Trainer Mario Estasi strebt einen einstelligen Tabellenplatz an und setzt dabei auf den guten Zusammenhalt innerhalb der Truppe. Offensiv kann er sich auf die gefährlichen Maikel Boric (sieben Tore) und Ivan Vargas Müller (sechs Tore) verlassen.

Bei Göppingen ist Lars Ruckh mit sechs Saisontreffern eigentlich der Goalgetter, doch beim 2:1-Heimsieg über Bonlanden musste Verteidiger Fabian Ammon in die Bresche springen. "Unsere Offensivabteilung war nicht so stark", konstatierte Mike Krannich, "sonst hätten wir zwei, drei oder vier Tore mehr erzielt." Ansonsten war der SV-Übungsleiter mit der Leistung zufrieden und stellte die Moral heraus, mit der seine Mannschaft den Halbzeit-Rückstand drehte.

Verzichten muss er künftig auf Lukas Rösch, der gegen Bonlanden zum vorläufig letzten Mal im rot-schwarzen Dress auflief. Der 20-Jährige will Lehrer werden und studiert ab sofort in Köln die Fächer Sport und Theologie. "Er ist ein klasse Typ, ich wünsche ihm alles Gute", so Krannich, der den tollen Charakter seines Stürmers in den höchsten Tönen lobt, "es ist schade, dass er geht, aber das Studium geht natürlich vor. Sein Weggang tut menschlich und sportlich gleichermaßen weh."

Auch für Rösch ist diese Zäsur nicht einfach. "Der Abschied fällt mir schwer", erklärt der sympathische Lockenkopf, der vor einem Jahr vom Bezirksligisten FTSV Kuchen an die Hohenstaufenstraße kam und zunächst mit der Umstellung auf die Verbandsliga zu kämpfen hatte. "Es fing problematisch an, auf Grund der höheren Belastung war ich häufiger verletzt, aber als ich schließlich regelmäßig trainieren konnte, habe ich mich in allen Bereichen gesteigert", blickt er auf seine Anfangszeit zurück.

In der Rückserie hatte er sich schließlich akklimatisiert. "Ich bin besser in Fahrt gekommen, habe meine Einsatzzeiten bekommen und an Selbstvertrauen gewonnen. Mit meinem ersten Tor in Untermünkheim bin ich dann endgültig angekommen, dieses Tor bleibt in Erinnerung, das werde ich nie vergessen. Die Zeit in Göppingen war einmalig, sensationell."

Als mögliche Vertreter stehen Serkan Özgür, Marcel Waibel und Patrick Warth bereit.

Info Es besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus, Abfahrt um 12.45 Uhr am SV-Stadion.