Wetter Kuchener Ankenstadion leidet unter Wurmbefall

Martin Stahl beim Torjubel: 22 Mal hat er schon gefeiert, in der Rückrunde kommt wegen eines gerissenen Kreuzbands kein Treffer mehr hinzu.
Martin Stahl beim Torjubel: 22 Mal hat er schon gefeiert, in der Rückrunde kommt wegen eines gerissenen Kreuzbands kein Treffer mehr hinzu. © Foto: Schwabenpress
THOMAS FRIEDRICH 27.02.2016
Am Sonntag startet die Kreisliga A3 in den zweiten Teil der Saison, Väterchen Frost hält sich nicht an den vom Terminplaner verordneten Frühling. In Gruibingen und Wiesensteig kann wohl nicht gespielt werden.

Für den TSV Gruibingen und den FTSV Kuchen verlängert sich die Winterpause um mindestens eine Woche. Gruibingens Trainer Roland Wiedmann beziffert die Ausfallgefahr auf "90 Prozent". Der Platz ist schneebedeckt und kaum bespielbar. Tauwetter macht's auch nicht besser, dann versinken die Fußballer in einer Sumpflandschaft.

In Wiesensteig sieht's ähnlich aus. Trainer Stefan Haußmann schildert den Untergrund genauso wie der Gruibinger Kollege und hält eine Absage für "wahrscheinlich". Immerhin hat sein TSV Obere Fils schon Spielpraxis gesammelt und vergangenen Sonntag das Nachholspiel bei Abstiegskandidat TSV Ebersbach 2:0 gewonnen, damit die Tabellenführung ausgebaut.

Schärfster Verfolger bleibt der FTSV Kuchen, der erst 14 Partien bestritten hat. Die Konkurrenz steht bei einem oder zwei Spielen mehr, FTSV-Trainer Martin Braunmiller befürchtet angesichts des drohenden erneuten Ausfalls einen stressigen April und Mai. Eine Englische Woche jagt dann die andere, Verletzungen fallen gleich ärger ins Gewicht. Davon hatten die Kuchener in der Vorrunde genug, jetzt sind alle zurück, auch die Langzeitausfälle Kai Brosig und Robert Fiedler. Dafür ist die Saison für den besten Torjäger der Liga vorzeitig beendet. Martin Stahl zog sich beim Hallenturnier in Geislingen einen Kreuzbandriss zu, mit ihm fehlen dem FTSV auf einen Schlag 22 Tore.

Dennoch hält Gruibingens Coach die Kuchener wie die Wiesensteiger für die großen Titelfavoriten. Punkte hätte er morgen ohnedies nicht eingeplant. Die müssen seine Zöglinge "gegen machbare Gegner holen, nicht gegen Kuchen". Auf dem schneebedeckten Trainings-Kunstrasen hat der TSV eine "richtig gute" Vorbereitung hingelegt. Die Verletzten der Vorrunde sind allesamt zurück, sogar Stephan Erdmann steigt nach auskurierten Bänderriss kommende Woche wieder ein. Wiedmann hält die Seinen für "fitter als in der Vorrunde", weil sie dank weniger Verletzungspech mehr trainiert haben.

Das kann Kollege Stefan Haußmann so nicht sagen. Der Wiesensteiger Trainer beklagt eine Reihe von Verletzten und Kranken in der Vorbereitung. Die sind jetzt zwar allesamt zurück, aber durch die Fehlzeiten sieht der Trainer "Teile der Mannschaft noch nicht bei hundert Prozent". Für Ebersbach hat's gereicht, jetzt folgen noch einige Einheiten, ehe es nacheinander gegen die Mitkonkurrenten SF Jebenhausen und Kuchen geht. Nicht mehr dabei ist Gökmen Cetinkaya. Der pendelte in der Vorrunde zwischen erster und zweiter Mannschaft, in der Winterpause wechselte er zu B8-Titelkandidat TKSV Geislingen.

Eine höchst problematische Vorbereitung hat der FTSV hinter sich, in Kuchen ist der Wurm drin. Das heimische Ankenstadion durften die Kreisliga-Fußballer nicht betreten. Das hat die Gemeinde wegen Wurmbefalls kurzerhand gesperrt. Bis zum ersten Heimspiel am 10. März gegen Obere Fils sollte der Platz abgezogen worden sein - wenn es denn mal einige trockene Tage am Stück gibt. Ansonsten müssen die Arbeiter dem Ankenstadion stückweise die Würmer aus dem Rasen ziehen.