Berufung Köngen legt Einspruch gegen Wertung ein

Bad Boll / UBA/WK 02.06.2016
Fußball-Landesligist TSV Köngen will sich im Kampf um den Klassenverbleib eine letzte Option offenhalten und hat Berufung gegen das Urteil zum Spielabbruch in Bad Boll eingelegt.

Fußball-Landesligist TSV Köngen will sich im Kampf um den Klassenverbleib eine letzte Option offenhalten und hat Berufung gegen das Urteil zum Spielabbruch in Bad Boll eingelegt. Das Verbandsgericht des Württembergischen Fußballverbandes (WFV) hatte die beim Stand von 2:1 für Bad Boll nach einer schweren Verletzung des Köngeners Jan Horeth abgebrochene Partie mit 3:0 für den Gastgeber gewertet.

Joachim Dienelt, der Sportliche Leiter der Köngener, legte in seiner Einspruchs-Begründung noch einmal detailliert die Sicht seines Klubs dar. Unter anderem wird dem Schiedsrichtergespann von Köngener Seite vorgeworfen, das Spielfeld verlassen zu haben, ohne sich um das Befinden des verletzten Spielers zu erkundigen. "Wer kann in solch einem Fall behaupten, dass die Grenze zur Unzumutbarkeit nicht überschritten wurde?", fragt Dienelt und verweist darauf, dass Jan Horeth inzwischen sechs Mal operiert werden musste. "Dieses Urteil lässt jeden Sportsgeist vermissen, mit diesem Urteil wird Fair Play mit Füßen getreten", machte Dienelt seinem Unmut Luft.

WFV-Pressesprecher Heiner Baumeister geht davon aus, dass sich das Verbandsgericht noch vor dem letzten Spieltag am Samstag mit dem Einspruch der Köngener befassen wird. Nicht nur für den TSV Köngen, sondern auch für den TSV Bad Boll ist der Urteilsspruch in Stuttgart von großer Bedeutung. Nach dem vorletzten Spieltag belegt die Mannschaft von Trainer Benjamin Geiger mit 59 Punkten auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem SV Ebersbach den zweiten Platz, der zur Relegation um den Aufstieg in die Verbandsliga berechtigt.

Die Bad Boller sehen dem Urteil gelassen entgegen. "Das ist das gute Recht der Köngener, jedes Mittel auszuschöpfen, um den Abstieg zu vermeiden, aber ich glaube nicht, dass ihre Erfolgsaussichten groß sind", meinte Adolf Schöllkopf, einer der vier Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Bad Boll.