Landesliga Keine Tore, keine Punkte: Eislingen hat jetzt die Rote Laterne

Nach dem Abgang von Norman Volber ist Maik Lissner (Bild) der neue Kapitän des Fußball-Landesligisten FC Eislingen. Foto: Peter Poller
Nach dem Abgang von Norman Volber ist Maik Lissner (Bild) der neue Kapitän des Fußball-Landesligisten FC Eislingen. Foto: Peter Poller © Foto: Peter Poller
Eislingen / MARKUS MUNZ 15.12.2016

In den ersten sieben Saison­spielen hatte der FC Eislingen in der Fußball-Landesliga zwölf Punkte geholt, in den folgenden zehn kam nur noch ein Zähler dazu. „Schon am Anfang, als wir punktemäßig noch erfolgreich waren, war die Tendenz ersichtlich, dass wir uns nur wenige Torchancen erarbeiten“, erklärt Trainer Michael Kuhn das große Manko seines Teams, das in 17 Partien ganze neun Tore erzielt hat. „Bis 20 Meter vor dem Tor spielen wir es ordentlich, aber im letzten Drittel laufen wir schlecht oder spielen falsch ab“, analysiert Kuhn. Dementsprechend wird er den Schwerpunkt der Mitte Januar beginnenden Wintervorbereitung auf den Torabschluss legen.

Unterm Strich stehe der FC Eislingen nicht ganz unverdient auf dem letzten Platz: „Wir hatten auch einige Nebenkriegsschauplätze während der Vorrunde.“ Zunächst fehlten verletzungsbedingt große Teile der Offensivabteilung, was vom Team anfangs noch kompensiert wurde. Als die etatmäßigen Stürmer zurückkehrten, konnten sie den FC auch nicht mehr aus dem negativen Fahrwasser holen.

Torwart und Kapitän Norman Volber kündigte im Lauf der Vorrunde seinen beruflich bedingten Abschied an und stand meist nur noch zu den Spielen zur Verfügung. Zudem hatte der Trainer mit unwilligen Spielern zu kämpfen. In diesem Zusammenhang trennt sich der Verein in der Winterpause von Rui Pinheiro und Joseph Ankrah. „All diese Baustellen haben uns von dem weggeführt, was wichtig ist“, bedauert Kuhn, „die Trainingsbeteiligung spiegelt sich dann in den Ergebnissen wider.“

Inwieweit die Mannschaft diese Lektion gelernt hat, werde sich in der Rückrunde zeigen: „Im Misserfolg zeigt sich, wer ein Mannschaftssportler ist. Ich erwarte von einem Landesliga-Spieler die entsprechende Priorität für den Fußball, nur so und gemeinsam werden wir Erfolg haben.“ Der Verein hat sich trotz der düsteren Tabellensituation für den Trainer ausgesprochen. Ans Aufhören habe er nie gedacht, so der ehemalige Regionalligaspieler Kuhn.

Wie berichtet, wird der Heininger Marius Funk im Tor Volber ersetzen. Die Kapitänsbinde von Volber hatte bereits während der Vorrunde dessen Stellvertreter Maik Lissner übernommen. Neben Moritz Gutmann wird künftig Robin Reichert als Vertreter von Lissner fungieren. Für die Offensive hat der FC Eislingen Benjamin Klement von Ligakonkurrent SC Geislingen verpflichtet. Der Rückkehrer soll über die offensive Außenbahn für die dringend benötigte Torgefahr sorgen. Dort fehlt in Fabian Latzko seit Monaten einer der mannschaftsdienlichen Spieler. Latzko muss an der Patellasehne operiert werden und wird deshalb große Teile der Rückrunde verpassen.

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