Fußball Keine Revanchegelüste wegen des GZ-Pokalfinales

GZ-Pokal: Der Degginger springt eine Etage höher als das Duo von Obere Fils.
GZ-Pokal: Der Degginger springt eine Etage höher als das Duo von Obere Fils. © Foto: Thomas Madel
Deggingen / Thomas Friedrich 25.08.2018

Vor genau 24 Tagen standen sie sich schon schon einmal gegenüber. Im Endspiel des GZ-Pokalturniers in Gosbach setzte sich der TV Deggingen gegen den TSV Obere Fils 1:0 durch und holte sich den Pott. Von Revancheglüsten sind die Beteiligten weit entfernt.

Die Partie vom 1. August spiele „in den Köpfen keine Rolle mehr“, verkünden die beiden Trainer im Gleichklang. Naim Ponik will mit dem TSV nach dem Auftaktsieg gegen Albershausen mit einem weiteren Dreier „einen perfekten Saisonstart“ hinlegen. Auch Kollege Daniel Knaupp verschwendet keinen Gedanken mehr ans GZ-Pokalfinale. Die Vorbereitung ist vorbei, seine Zöglinge sind mittlerweile „im normalen Leben angekommen“, das da lautet: zweimal wöchentlich trainieren und sonntags spielen.

Personalsorgen haben beide Mannschaften ausreichend. Ponik muss mit Johannes Unold, Michael Pehl, Michael Strähle, Burak Seluck und Michael Allmendinger (alle verletzt) sowie den gelb-rot gesperrten Marcel Eichinger ein Sextett ersetzen. Dem Kollegen ergeht’s kaum besser. Den GZ-Pokalsieg hat sich der TVD teuer erkauft, das Turnier „hat uns viele Spieler gekostet“, klagt Knaupp. Beim 0:0 in Zell fehlte fast die komplette Offensive. Peter Rupp fällt immer noch aus, Yaya Manneh, Wolfgang Kokoska und Timo Angerer sind diese Woche ins Training eingestiegen. Für Kokoska käme ein Comeback zu früh, die beiden anderen stehen zumindest im Kader und kommen für einen Kurzeinsatz in Frage. Zudem fehlt Torwart Simon Flore wegen Urlaubs, in Steffen Ege haben die Deggionger aber einen absolut gleichwertigen Ersatz. Trotz der vielen Ausfälle auf beiden Seiten erwarten die Trainer kein so von der Taktik geprägtes Spiel wie vor dreieinhalb Wochen, in dem sich die Teams gegenseitig belauerten und nur darauf aus waren, Fehler zu vermeiden. „Wir verstecken uns nicht mehr“, verspricht Ponik und denkt doch noch an die 0:1-Niederlage im Finale: „Das war da vielleicht unser Fehler.“ Knaupp erwartet ebenfalls „mehr Tore“ als in Gosbach. Wobei er mit einem ähnlichen Ergebnis prima leben könnte.

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