WFV-Pokal Kantersieg mit zwei Dreierpacks

Geislingen / Frank Höhmann 13.08.2018
Der SC Geislingen erreicht durch ein begeisterndes 7:1 gegen Landesliga-Kollege FC Bargau die dritte Runde des WFV-Pokals.

Ein Torfestival erlebten die 150 Zuschauer am Samstag im Eybacher Tal: Mit einem 7:1 (2:0)-Kantersieg über den Ligarivalen FC Germania Bargau zogen die Landesliga-Fußballer des SC Geislingen in die dritte Runde des württembergischen Verbandspokals ein. „Jetzt hoffen wir auf einen attraktiven Gegner“, sagt Trainer Jasko Suvalic. Die dritte Runde wird am Donnerstag ausgelost. „Ein Heimspiel gegen Regionalligist Ulm wäre eine tolle Sache“, ergänzt Torhüter Murat Bahadir. Er empfände aber auch ein Derby beim FC Eislingen als „sehr reizvoll“.

Suvalic hatte sich eine Standortbestimmung für die Liga erhofft. Für den Coach der Geislinger geriet der Sieg jedoch zum „Muster ohne Wert“, weil bei Bargau mehrere Stammspieler gefehlt haben. Die erste Hälfte empfand Suvalic zudem als die „schwächste der ganzen Vorbereitung“ und zur Führung „benötigten wir einen individuellen Patzer des gegnerischen Torhüters.“ Allerdings mussten auch die Geislinger auf drei Akteure verzichten: Die angeschlagenen Uwe Grupp und Nicola Orlando fehlten ebenso wie der gesperrte Pascal Volk. Sieben Tore muss man aber erst einmal schießen. Für gewöhnlich hapert es bei der Torausbeute. Nicht so am Samstag beim zweiten Pflichtspiel der Saison. „Da haben wir unsere Torchancen konsequent verwertet“, lobt Spielleiter Steffen Speidel.

In den ersten 45 Minuten waren die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen jedoch ausgeglichen, ein derart klarer Erfolg zeichnete sich nicht ab. Im Gegenteil: Die Gäste besaßen die ersten beiden Chancen des Spiels. Zwei dicke noch dazu. Nach Zuspiel von Lucca Galli schoss Christian Frey unbedrängt drüber (7.). Zwölf Minuten später vereitelte Bahadir gegen Oliver Opel aus diagonaler Position ein Gegentor,als er den Ball aus dem Eck fischte.

Die Geislinger Führung kam überraschend. Torhüter David Heindl verschätzte sich, der Ball sprang über ihn drüber und Marcel Mädel staubte zum 1:0 ab (23.). Heindl konnte die Verunsicherung in der Folge nicht abschütteln, hielt aber gegen Yasin Ceküc den Rückstand bei einem Tor. Der zweite Geislinger Treffer drei Minuten vor der Pause dürfte Suvalic schon wesentlich besser gefallen haben. Nach einem Kopfballableger von Mädel zog Yannick Ruther aus 20 Metern ab und traf zum 2:0 in die Maschen.

Als Mädel nach nicht einmal 30 Sekunden Spielzeit in der zweiten Hälfte nach exzellenter Vorarbeit des starken Julius Bäumel auf 3:0 erhöht hatte, brachen die Bargauer auseinander. In stetem Wechsel bauten Ruther (68.) und Mädel (75.) den Vorsprung mit schön herausgespielten Toren auf 5:0 aus. Sezer Güler unterbrach das Wechselspiel zehn Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem Tor zum 6:0 in der 79. Minute. Ruther wollte Mädel, der seinen Dreierpack bereits in der Tasche hatte, nicht nachstehen und durfte fünf Minuten vor dem Ende nach dem 7:0 ebenfalls über drei Tore in einem Spiel jubeln.

Ohne Gegentreffer sollte der SC aber doch nicht aus der Partie herauskommen, was Bahadir richtig ärgerte. Der Geislinger Torhüter hatte in der 89. Minute einen Foulelfmeter von Hannes Balle entschärft, doch den Abpraller köpfte Johannes Nickel, der schneller reagierte als Karlo Petricevic, zum Bargauer Ehrentreffer ein.

SC Geislingen: Bahadir – Klein, Schöll (56. Heinzmann), Müller (64. Güler), Bäumel (69. Strehle), Ziegler, Petricevic, Sönmez, Ceküc, Ruther, Mädel.

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