Fußball K.o.-Spiele zum Saisonauftakt

Der Heininger Kevin Gromer tritt mit seinem Klub in der ersten Runde des WFV-Pokals am heutigen Samstag um 15.30 Uhr beim Bezirksligisten SG Schorndorf an.
Der Heininger Kevin Gromer tritt mit seinem Klub in der ersten Runde des WFV-Pokals am heutigen Samstag um 15.30 Uhr beim Bezirksligisten SG Schorndorf an. © Foto: Cornelius Nickisch
Kreis Göppingen / Andreas Böhringer 04.08.2018

Mir tut es extrem weh“, sagt Kevin Gromer mit Blick auf den FC Eislingen, für den der Rechtsverteidiger lange Jahre am Ball war. Der Traditionsverein empfängt am morgigen Sonntag um 15 Uhr den SV Bonlanden zum Pokalduell. Es könnte für einige Jahre der letzte überbezirkliche Auftritt der Blau-Weißen bleiben.

Der Niedergang des Oberliga- Gründungsmitglieds verlief schleichend („So wirklich abgezeichnet haben sich die Abstiege in den vergangenen Jahren eigentlich nicht“), für den Absturz seien die handelnden Personen mitverantwortlich: „Der Verein hat sich die Entwicklung auch selbst zuzuschreiben. Es wurden sicherlich Fehler gemacht und viele Transfers waren unglücklich.“

Der Absturz in die Kreisliga A müsse nun eine Zäsur darstellen, so Gromer: „Der FC ist an einem Punkt, wo man einen Neuanfang machen und perspektivisch angehen muss. Der sofortige Wiederaufstieg ist ein Muss, wobei jeder dem FC ein Bein stellen möchte. Geschenkt bekommen sie nichts. Ich hoffe, dass es für den Verein schnellstmöglich wieder in Richtung Landesliga geht.“

Selbst hat der 23-Jährige diese Spielklasse mit dem Aufstieg verlassen und wird erstmals in der Verbandsliga auflaufen, wo für seinen FC Heiningen der Klassenerhalt das Ziel ist. Hierfür wurden vergangenes Wochenende die körperlichen Grundlagen gelegt. Das dreitägige Trainingslager in der Nähe von Sigmaringen bedeutete für die Akteure vor allem viel Schweißarbeit, „und das nicht nur wegen der Temperaturen“, wie Gromer lachend ergänzt: „Das Läuferische stand, auch bei den Einheiten mit Ball, eindeutig im Vordergrund. Ich denke, die Trainer waren zufrieden“, zieht der Rechtsfuß ein positives Fazit, zu dem auch das bessere Kennenlernen der Neuen beitrug.

Bis zum Punktspielauftakt sind es  noch zwei Wochen, weshalb im Moment keine Wunderdinge zu erwarten sind, so Gromer. „Es ist ein Pflichtspiel, aber wir befinden uns eben trotzdem noch in der Vorbereitungsphase, deshalb wird es Fehler geben und es wird nicht alles zu 100 Prozent passen. Dennoch ist ein Spiel immer besser als Training.“

In die Partie bei Bezirksligist SG Schorndorf (Samstag, 15.30 Uhr) geht die Egger-Elf als Favorit. Gromer will auch unbedingt in die nächste Runde einziehen: „Im Pokal hofft man schließlich immer auf ein großes Los wie Ulm, die Kickers oder Großaspach. Das wäre ein Traum.“

Zeitgleich gastiert der SV Ebersbach bei Liga-Konkurrent Germania Bargau, wo für die verjüngte Radojevic-Truppe eine erste Bewährungsprobe ansteht.

Am heutigen Samstag um 18 Uhr ist der TSV Bad Boll im heimischen Erlengarten in der Außenseiterrolle gegen den ambitionierten Verbandsligisten Calcio Leinfelden. Nach einer von Abstiegsängsten geprägten Saison traut Gromer dem TSV, bei dem er im Aktivenbereich den Durchbruch schaffte, eine gute Rolle zu. „Scherrenbacher zu ersetzen ist schwer, er hatte eine brutale Ausstrahlung“, hebt er die Stellung des Torwart-Routiniers heraus, sieht aber genügend Potenzial.

Viel werde an altgedienten wie Kivotidis, Persch, Hartmann, den Aust-Brüdern oder Zuljevic hängen: „Die Alten müssen vorangehen. Wenn sie ihre Heimstärke wiederfinden und Konstanz reinbekommen, sehe ich Boll im vorderen Drittel.“

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