Fußball-Landesliga Interne Sperrzeit für Urlauber ist vorbei

Nico Orlando ist kaum zu halten. Drei Tore gegen Sontheim sichern ihm trotz starker Konkurrenz den Startelfplatz.
Nico Orlando ist kaum zu halten. Drei Tore gegen Sontheim sichern ihm trotz starker Konkurrenz den Startelfplatz. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Thomas Friedrich 24.08.2018

4:0 gegen den FV Sontheim, Tabellenführer – der SC Geislingen hat derzeit nur ein Problem: Die Saison in der Landesliga geht dummerweise noch über weitere 29 Spieltage.

„Wenn das unser einziges Problem ist, dann ist alles gut“, sagt Trainer Jasko Suvalic. Die Tabelle ist für ihn derzeit nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme, das Ranking nach dem ersten Spieltag interessiert ihn nicht, frühestens „nach dem zehnten Spieltag“ habe die Tabelle eine gewisse Aussagekraft. Bis dahin will Suvalic die Seinen gerne auf dem zum Start gezeigten Level halten und möglichst noch verbessern. Dazu reiche es, an „Kleinigkeiten“ zu feilen. Wo rückt man etwas weiter raus oder rein, wo sucht man den Abschluss oder spielt besser ab – allenfalls in solchen Details sieht der Trainer momentan Steigerungspotenzial. Solange seine Mannschaft die Form der Vorbereitung und des ersten Spiels konserviert, geht’s in der Tat nur um Winzigkeiten.

Sperriger Gegner mit Topstürmer

Am morgigen Samstag um 16 Uhr wartet mit dem TSV Blaustein ein sperriger Gegner, dessen Stärken in der Physis und bei Standards liegen. Und der in Michael Passer einen Torjäger hat, der nur schwer auszuschalten ist. „Einen solchen hatte unser letzter Gegner auch“, verweist Suvalic auf die Vorzüge seiner Abwehrspieler, die zum Auftakt die Sontheimer Tormaschine Philipp Schmid weitgehend unter Kontrolle hatten.

Über viel mehr an Informationen über den TSV Blaustein verfügt Suvalic nicht. Er sieht es nicht als Nachteil. Die Geislinger seien „mittlerweile so weit“, immer ihr Spiel durchziehen zu wollen. Im Laufe der Jahre hat Suvalic mit dem SC so viel erlebt, dass er auf alle taktischen Finessen des Gegner reagieren zu können glaubt. Er kann sich nicht vorstellen, dass die Blausteiner morgen „etwas auspacken, das wir noch nie gesehen haben.“

Nach der Gala gegen Sontheim besteht für den Trainer kein natürlicher Grund zu Personalwechseln. Auf der Bank saßen einige potenzielle Stammspieler, die schon mit den Hufen scharren. Karlo Petricevic und Mario Feldmeier fehlten in der Vorbereitung eine Woche lang wegen Urlaubs, sie haben die „interne Sperrzeit“, die ihnen Suvalic dafür auferlegt hat, durch ihren Bankplatz zum Saisonstart abgesessen.

Mit seiner Offensive war Suvalic zum Start mehr als zufrieden. Sowohl Nico Orlando und Marcel Mädel als auch der eingewechselte Yannick Ruther haben „super gespielt“, lobt Suvalic. Vielleicht dürfen diesmal alle drei von Beginn an ran, ansonsten muss er wieder einen draußen lassen. Orlando wird’s nicht sein, er hat sich mit seinen drei Treffern gegen Sontheim das Startelf-Ticket für morgen gesichert. Orlando und Mädel sind gelernte Mittelfeldspieler und haben den Umschulungsprozess ihres Trainers schnell vollzogen. „Denen habe ich das Stürmerspiel beigebracht, dafür bin ich ja auch genau der Richtige“, sagt Suvalic, einst SC-Torjäger in der Landesliga.

Treffen Suvalics angelernte Angreifer auch morgen so gut, dürfte sich die schöne Moment­aufnahme für den SC Geislingen um zumindest eine Woche verlängern.

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