Fußball In letzten Minuten die Partie gedreht

Dominik Mader war der überragende Heininger.
Dominik Mader war der überragende Heininger. © Foto: Cornelius Nickisch
Heiningen / Timo Rees 03.12.2018

Die ereignisarme Partie zwischen den Verbandsliga-Fußballern des FC Heiningen und der TSG Tübingen auf dem Tübinger Kunstrasen hatte nur wenige Höhepunkte. Aus dem Nichts gingen die Hausherren in der zehnten Spielminute in Front. Nach einer Tübinger Ecke segelte das Leder über Freund und Feind hinweg ins Heininger Tor. Als Torschütze konnte sich Luca Alfonzo feiern lassen.

Vier Minuten später hatten die Gastgeber ihre erste ernste Torchance. Willie Sauerborn schloss ab, doch Heiningens Torhüter Marius Funk war auf dem Posten. Die zerfahrene Begegnung plätscherte vor sich hin. Weder dem in Rückstand liegenden FC Heiningen noch der TSG aus Tübingen war ein entschlossener Siegeswille anzumerken.

In der 36. Spielminute gab es dann die erste Torchance für die Gäste aus Heiningen: Lennart Zaglauer verlängerte eine Gromer-Hereingabe geschickt, doch TSG-Keeper Fazli Krasniqi vereitelte die Einschussmöglichkeit. Bei der nachfolgenden Ecke stieg Tobias Rössler am höchsten, aber sein Kopfball landete knapp über dem Querbalken.

Kurz vor der Pause tauchte der Tüninger Tammo Heinzler gefährlich vor dem Heininger Tor auf. Torwart Funk war jedoch zur Stelle und konnte den Ball parieren. Somit ging der Voralb-Klub mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang gab es zunächst wenig Höhepunkte. Erst ab der 75. Minute nahm die Partie Fahrt auf, als der Heininger Robin Reichert einen Tübinger Angriff mit einer bärenstarken Grätsche unterband, bei der die Anhänger der Hausherren ein Foul gesehen haben wollten. Diese Szene stellte zugleich den Wendepunkt dar. Heiningen investierte ab sofort deutlich mehr in die Offensive und versuchte, den Sieg zu erzwingen.

In der 79. Minute gelang den Gästen von der Voralb der Ausgleich. Irgendwie fand der Ball von Lennart Ruther den Weg ins Tor. Der Spielverlauf war zunächst auf den Kopf gestellt. In der Folgezeit verdiente sich der FCH mehr Spielanteile und der eingewechselte Heininger Dominik Mader stellte das Ergebnis für die Gäste auf Sieg. Nach hervorragender Vorarbeit von Kevin Gromer behielt Mader die Nerven und schob das Leder zur 1:2-Führung ins Tor.

Vier Minuten später krönte Mader seine Leistung mit dem nächsten Treffer. Nach einer Vorlage von Lennart Zaglauer stand der Routinier goldrichtig und bugsierte den Ball zum 1:3 über die Linie. Zwischen den beiden Mader-Treffern musste Max Hölzli das Feld noch mit Gelb-Rot verlassen. Für den Heininger ­Sie­geswillen spielte dies keine ­Rolle, denn auch in Unterzahl brachte das Team den Auswärtssieg mit viel Moral nach Hause und verabschiedete sich am Abend bei der FC-Weihnachtsfeier von ihren Verantwortlichen und Helfern in die wohl verdiente Winterpause. Timo Rees

FC Heiningen: Funk – Hölzli, Rössler (77. Sanyang), Ruther, Reichert, Klack (59. Maglio), Gromer, Tausch, D‘Onofrio (59. Mader), Kriks (87. Sekou), Zaglauer.

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