Fußball Im Kollektiv zum Titel

Der ASV Eislingen wurde nach einem spannenden Ligafinale Meister der Kreisliga B 9 und steigt nach zehnjähriger Abstinenz wieder in die Kreisliga A 3 auf. Entsprechend groß war der Jubel.
Der ASV Eislingen wurde nach einem spannenden Ligafinale Meister der Kreisliga B 9 und steigt nach zehnjähriger Abstinenz wieder in die Kreisliga A 3 auf. Entsprechend groß war der Jubel. © Foto: Privat
Eislingen / Markus Munz 04.07.2018

Vor drei Jahren ist Roman Komorski, Trainer des B-Ligisten ASV Eislingen, mit dem Ziel angetreten, die Mannschaft in die Fußball-Kreisliga A 3 zu führen. Heuer hat es geklappt. Der ASV holte sich den Titel in der B 9 vor dem FTSV Ditzenbach-Gosbach und dem FC Donzdorf II.

Komorskis Vorgänger Günther Steinmetz wechselte auf den Posten des Abteilungsleiters. Gemeinsam gaben sie einen Drei-Jahres-Plan aus, an dessen Ende der Aufstieg stehen sollte. „Im ersten Jahr haben wir ein wenig aussortiert, im zweiten Jahr wurde die Mannschaft gezielt verstärkt und wir sind schon knapp am Aufstieg gescheitert. Somit konnten wir mit drei weiteren Neuzugängen vor dieser Saison den Aufstieg anpeilen“, erklärt Steinmetz.

Die Verpflichtung von Torhüter Marin Bartolic erwies sich dabei als das fehlende Mosaiksteinchen. „Er war ein starker Rückhalt, hat Ruhe und Souveränität ausgestrahlt und der Mannschaft Sicherheit gegeben“, sagt Steinmetz, der aber am liebsten keinen Spieler hervorheben würde und auf das Kollektiv verweist. Denn die starke Offensive mit B 9-Torschützenkönig Kristijan Tadic beinhalte gleichzeitig, dass „wir hinten immer gut gestanden haben“.

Dabei geriet der Saisonstart aus Eislinger Sicht durchaus holprig. „Wir haben uns dann aber gefangen und noch eine solide Vorrunde gespielt, die auf dem zweiten Platz endete“, blickt der Abteilungsleiter zurück. In der Rückrunde sei es schwer gewesen, in den Rhythmus zu kommen. „Wir hatten fast vier Wochen kein Spiel, weil die Gegner nicht angetreten sind“, bedauert Steinmetz. Zudem wurde das Team vom Verletzungspech verfolgt. „Aber die anderen Spieler sind in die Bresche gesprungen und wir haben unser Ziel nicht aus den Augen verloren. Allerdings wurde es durch unsere Niederlagen in Gruibingen und beim direkten Konkurrenten in Ditzenbach am Ende noch eine Zitterpartie.“

Vor dem letzten Spieltag hätte theoretisch noch jeder aus dem Führungstrio aufsteigen können. Doch der ASV Eislingen ließ mit einem 7:1-Heimsieg gegen die TG Reichenbach nichts mehr anbrennen. Die Heimbilanz mit zwölf Siegen und einem Unentschieden bildete auch den Grundstein zum Titel. Der Ende 2016 erneuerte Kunstrasenplatz wurde für die Gegner zur uneinnehmbaren Festung.

Der Heimnimbus dürfte eine Etage höher deutlich schwerer zu verteidigen sein. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein, und das wird ein heißer Tanz“, prophezeit Steinmetz den Seinen. Nicht nur er erwartet in der neuen Saison eine starke Kreisliga A 3 durch die drei Bezirksliga-Absteiger TSV Obere Fils, FV Faurndau sowie den FC Eislingen. Aufstiegsfavorit ist die TSG Salach. „Wir wissen, dass wir uns auf der einen oder anderen Position verstärken müssen, und das werden wir auch gezielt tun“, verspricht Steinmetz. Der Stamm des Meisterkaders wird erhalten bleiben, Abgänge hat der ASV Eislingen bis zu diesem Zeitpunkt keine zu verzeichnen.

ASV-Abteilungsleiter Günther Steinmetz glaubt an Überraschungs-Weltmeister

WM-Tipp Günther Steinmetz, Abteilungsleiter beim A-Liga-Aufsteiger ASV Eislingen, glaubt nicht, dass der Weltmeister am Ende aus dem Kreis der Favoriten kommen wird: „Außer vielleicht Frankreich, aber sie haben mich bisher auch noch nicht restlos überzeugt.“ Steinmetz hat auch Kroatien auf dem Tipp-­Zettel.

Kritik Die Aufstellung von Bundestrainer Joachim Löw im Südkorea-Spiel konnte der Eislinger überhaupt nicht nachvollziehen: „Anstatt mit der Truppe aus dem passablen Schweden-Spiel anzufangen, ist man durch die Hereinnahme der älteren Spieler wieder in den vorherigen Modus verfallen und es wurde ein noch schlimmerer Krampf als zuvor. Löw hat den jungen Spielern zu wenig Chancen gegeben, das muss er sich gefallen ­lassen.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel