Heiningen / Andreas Böhringer

Wir haben ein Heimspiel und wollen mit drei Punkten raus laufen“, gibt Denis Egger das Ziel vor und ist vor dem Verbandsliga-Duell seines FC Heiningen gegen den Tabellen-13. guter Dinge, einen Erfolg verbuchen zu können. Mit Simon Dilger (13 Spiele, zehn Tore) und Ivan Vargas Müller (wechselte im Winter zum SSV Reutlingen) stehen den Gästen zwei prägende Figuren nicht zur Verfügung: „Beide werden schmerzlich vermisst, das merkt man. Sie waren Schaltzentralen im Laupheimer Spiel“, analysiert der FCH-Coach den Kontrahenten.

Selbst muss er auf seine Flügelzange Max Hölzli und Kevin Gromer (beide gesperrt) verzichten und geht verschiedene Möglichkeiten durch, wie das Duo zu ersetzen ist. „Ich habe mir schon Gedanken gemacht, vielleicht das System zu ändern und auf eine Dreierkette zu setzen“, gibt Egger Einblick in seine Überlegungen. „Aber beide eins zu eins zu ersetzen, ist ebenso möglich“, könnte der 30-Jährige auch jenen Akteuren eine Chance geben, die zuletzt weniger Einsatzzeiten erhielten. Seine endgültige Entscheidung hängt auch vom Fitnesszustand seiner Schützlinge ab: „Mike Tausch und Gianluca D’Onofrio sind angeschlagen, bei anderen ist der Akku leer“, nennt er die Einschränkungen, stellt aber auch klar: „Wir werden ein konkurrenzfähiges Team auf den Platz schicken.“

Bei der 0:2-Niederlage zuletzt in Essingen war Egger nicht dabei, er weilte bei einer Hochzeit, sah sich die Aufzeichnung der 90 Minuten aber an: „Die erste halbe Stunde hat Essingen dominiert und hatte viele Chancen. Da waren wir zu passiv, obwohl wir das eigentlich nicht wollten. Das 0:1 war dann aber unglücklich, denn dem Treffer ging ein klares Foul an Benny Kern voraus“, schildert er seine Eindrücke und sah am Ende einen „verdienten Sieg“ der Hausherren, die die Begegnung vollends „konsequent“ zu Ende spielten. Der mit namhaften Akteuren bestückte TSV nimmt zurzeit Rang vier im Klassement ein, Egger sieht den WFV-Pokalfinalisten dennoch nicht als Kandidat für  den Aufstieg: „Dorfmerkingen wird es machen. Das ist eine abgezockte Truppe und sie reiten auf einer Welle, da sie noch ohne Niederlage sind.“ Hinter Dorfmerkingen gibt er SKV Rutesheim die größten Chancen auf den Relegationsrang, will Hollenbach allerdings noch nicht gänzlich abschreiben.

Mit 36 Zählern sind die Schwarz-Gelben auf Position sechs platziert und kurz vor der magischen 40-Punkte-Grenze, so dass im Prinzip Planungssicherheit besteht. Die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Edmund Funk und Teammanager Steffen Bantle haben in den letzten Wochen gute Vorarbeit geleistet und den Großteil des Kaders inklusiver aller Leistungsträger von einem Verbleib beim Voralb-Klub überzeugt, wie Egger zufrieden festhält: „Den Stammkader mit 16 Spielern zu halten, war unser primäres Ziel, das haben wir geschafft“, so kann das Thema Neuverpflichtungen in aller Ruhe angegangen werden. Dabei seien die Gespräche mit „drei, vier Spielern“ schon weit gediehen und Egger kündigt zeitnahe Entscheidungen an. Die Neuen sollen wieder „junge Akteure mit Perspektive“ sein, die in Heiningen den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung gehen können.

„Die Jungs sollen flexibel agieren können und menschlich zu unserer Mannschaft passen“, nennt der Übungsleiter wichtige Kriterien der potenziellen Neuzugänge, die er im Trainingsbetrieb unter die Lupe nahm.