Wer sich den bislang letzten GZ-Pokal ins Gedächtnis rufen will, der muss inzwischen schon etwas tiefer graben in der Mottenkiste seiner Erinnerungen. Im Jahr 2019 war das, Ausrichter war der TV Deggingen, Sieger der FTSV Bad Ditzenbach-Gosbach, der seinerzeit im Finale den TKSV Geislingen mit 3:2 bezwungen hatte. Im Jahr drauf, 2020, wäre dann eigentlich der TKSV Gastgeber des traditionsreichen Fußball-Turniers gewesen. Allerdings war seinerzeit vonseiten der Stadt Geislingen geplant, nach der missglückten MiGy-Sanierung auf dem Kunstrasen am Mittleren Boden Container als Unterrichtsräume aufzustellen, weshalb der Verein als Ausrichter zurücktreten musste. Dafür sprang kurzerhand der SSV Hausen in die Bresche.

Wegen der Pandemie zwei Mal verschoben

„Wir wären ohnehin im folgenden Jahr dran gewesen“, sagt ­Jochen Baumeister, Fußball-Abteilungsleiter des SSV Hausen und zugleich Orga-Chef fürs Turnier: „Wir haben dann gesagt, wir können das auch schon problemlos ein Jahr früher stemmen.“ Das Ende vom Lied: 2020 legte das Cornavirus im März den gesamten Sport lahm, die GZ und Baumeister mussten schweren Herzens das  Turnier aufs Folgejahr verschieben. Und da gab es im Frühjahr, zugleich Beginn der organisatorischen Vorbereitungen auf den GZ-Pokal, ein Déjà-vu. Wieder Corona. Wieder ging angesichts der ungewissen Entwicklung der Pandemie nichts mehr. Nun also folgt die 27. Auflage des GZ-Pokals mit zwei Jahren Verzögerung. Immerhin hat der FTSV die hoffentlich seltene Ehre, sich drei Jahre lang amtierender Pokalsieger und Titelverteidiger nennen zu dürfen.

Einladungen sind bereits raus

Die Einladungen an die teilnahmeberechtigten Vereine – das sind die Vereine aus dem Verbreitungsgebiet der GZ – sind bereits per Mail rausgegangen, Anmeldeschluss ist der 31. März, danach beginnt dann für Baumeister und sein Team schon die Detailplanung für den Turnierablauf. Stattfinden wird der GZ-Pokal vom 14. bis 27. Juli, die Spiele finden wie üblich wochentags statt, „es sei denn, das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung und wir müssen da aufs Wochenende als Puffer zurückgreifen“, sagt Baumeister. Der Modus bei den Spielen bleibt unverändert, das heißt, jede Partie läuft zwei mal 30 Minuten. Der Turniersieger bekommt außer dem Wanderpokal ein Preisgeld in Höhe von 650 Euro, der zweite Platz ist mit 400 Euro dotiert. Für die Plätze drei und vier gibt es 200 Euro. Ein besonderes Zuckerle des GZ-Pokals: Der beste Torschütze des Turniers darf sich auf 125 Euro Prämie freuen.

Hoher Stellenwert bei den Vereinen

Die SG Hausen/Bad Überkingen ist schon jetzt heiß auf das Turnier. „Für die hiesigen Vereine ist es eine Ehre, als Ausrichter fungieren zu dürfen“, sagt Baumeister: „Der GZ-Pokal hat bei den Vereinen einen sehr hohen Stellenwert, ist auch wichtig für die Vereinskasse. Bei uns in Hausen ist er tatsächlich dem Hock gleichgestellt. Das Besondere am GZ-Pokal ist zum einen, dass die Mannschaften schon in der Saisonvorbereitung unter Wettkampfbedingungen spielen, zum anderen, dass es ja ausnahmslos Derbys gibt. Auch Derbys, die unter der Runde nicht gespielt werden, weil die Mannschaften in unterschiedlichen Ligen und auch Bezirken antreten.“ Und diese lokalen Duelle brächten noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub, „die Spieler kennen sich ja alle untereinander. Da kitzelt sie diese Herausforderung“.
Was den GZ-Pokal ebenfalls auszeichnet: das große Zuschauerinteresse. „Die Partien verfolgen immer mehrere Hundert Fans. Das ist natürlich auch für die Mannschaften ein tolle Kulisse“, sagt Baumeister, „und das gibt den Spielern noch einen Extra-Kick.“