Große Sause in Eislingen

Trainer Uli Thon verlässt den FC Eislingen nach vier Jahren als Meister in Richtung Spvgg Ludwigsburg.
Trainer Uli Thon verlässt den FC Eislingen nach vier Jahren als Meister in Richtung Spvgg Ludwigsburg. © Foto: Peter Poller
MARKUS MUNZ 04.06.2016
Bei Bezirksliga-Meister FC Eislingen wird morgen im Rahmen des letzten Saisonspiels gegen Neckartailfingen die Rückkehr in die Landesliga gefeiert.

Die Bezirksliga-Meisterschaft haben die Fußballer des FC Eislingen schon am vorletzten Spieltag mit einem 2:2 beim FV Faurndau unter Dach und Fach gebracht. "Nach Spielende wurde spontan und ausgiebig gefeiert", verrät der geschäftsführende Vorsitzende Thomas Rupp, der die Mannschaft als Spielleiter begleitet. Das nun bedeutungslose letzte Saisonspiel am morgigen Sonntag um 15 Uhr gegen den TSV Neckartailfingen bildet den Rahmen für die offiziellen Aufstiegsfeierlichkeiten. Eine Viertelstunde vor Anpfiff bekommt Kapitän Steffen Dangelmayer den Meisterwimpel überreicht. Nach dem Spiel steigt im Eichenbachstadion ein Hock. "Die Mannschaft lädt ihre Fans und Eltern zu Freibier und Grillwurst ein", kündigt Rupp an.

Vor der Partie wird er einige Verabschiedungen vornehmen müssen. Trainer Uli Thon verlässt den FC Eislingen nach vier Jahren in Richtung Spvgg Ludwigsburg. Ihm folgen Sohn Maurice Thon und Mittelfeldspieler Rene Krämer. "Uli Thon hat uns damals in einer schwierigen Phase nach dem Landesliga-Abstieg übernommen und hat hier in Eislingen viel bewegt. Wir werden in Kontakt bleiben und wünschen ihm alles Gute", verspricht Rupp. Platz drei in Thons erstem Jahr folgte der Aufstieg am Ende der Saison 2013/2014. Der Aufenthalt in der Landesliga dauerte zwar nur ein Jahr, nun verabschiedet sich Thon aber mit dem sofortigen Wiederaufstieg.

"Unser Saisonstart war überragend, im Oktober hatten wir zwölf Punkte Vorsprung", blickt Rupp zurück. Allerdings geriet der Eislinger Motor nach der Winterpause etwas ins Stottern, und das trotz der beiden namhaften Neuzugänge vom FC Heiningen, Moritz Gutmann und Maik Lissner. Gegen defensiv stehende Teams habe man sich schwer getan, zahlreiche Unentschieden ließen den Vorsprung schmelzen. Unterm Strich war es aber "eine hervorragende Saison in einer schwierigen Bezirksliga mit 18 Teams", die der Traditionsverein mit dem Double aus Meisterschaft und Bezirkspokalsieg krönte.

Aus beruflichen Gründen werden Steffen Dangelmayer, Jan Knezevic und Spieler-Co-Trainer Nico Bilitsch fußballerisch kürzer treten und dem FC Eislingen in der neuen Runde nicht mehr zur Verfügung stehen. Insbesondere der Verlust des langjährigen Kapitäns Dangelmayer schmerzt die Blau-Weißen, für ihn muss in der Abwehr Ersatz her. Handlungsbedarf besteht auch im Sturm. Die Verhandlungen mit Neuzugängen laufen, Namen will Rupp aber mit Rücksicht auf den laufenden Spielbetrieb noch nicht vermelden.

Der Nachfolger von Uli Thon steht bekanntlich schon länger fest. Neuer Trainer wird Michael Kuhn. Für den 36-jährigen Ex-Profi wird der FC die dritte Trainerstation. Zuletzt coachte der in Wäschenbeuren wohnende Kuhn den FC Germania Bargau. "Wir wollten bewusst einen Trainer, der hier im Kreis noch nicht so bekannt ist", erklärt Rupp. Björn Jacoby wird Kuhn als Co-Trainer assistieren. Der 40-Jährige war bis April Trainer der Oberliga-Fußballerinnen des FV Faurndau. Dieses Mal möchte der FC Eislingen länger als ein Jahr in der Fußball-Landesliga bleiben. Rupp: "In den letzten Jahren ging es immer um Auf- oder Abstieg, ich würde mir deshalb eine sorgenfreie Saison wünschen."