GLOSSE: Mia san unter uns

161|170|Unbekannt|Thomas Friedrich - Porträt, Freisteller ...
161|170|Unbekannt|Thomas Friedrich - Porträt, Freisteller ... © Foto: FRIEDRICH_T
THOMAS FRIEDRICH 08.05.2015
Der waschechte Bayer kann durchatmen. Er muss mit seinem Lieblingsklub nicht mehr nach Berlin.

Der Bajuware reist nicht gerne zu den Preiß'n, schon gar nicht in deren Metropole. Selbst Seehofer fährt nur hin, um Ärger zu machen. Dem FC Bayern drohten gleich zwei Dienstreisen in die Bundeshauptstadt. Doch die Gefahr ist gebannt. Das Endspiel um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion muss ebenso ohne Bayern auskommen wie das Finale der Champions League an gleicher Stelle. Nach dem Elfer-Raus gegen Dortmund dürfte das 0:3 in Barcelona letzte Zweifel beseitigt haben: Berlin bleibt bayernfrei.

Das "mia san mia" weicht dem "mia san unter uns" - im Freistaat, weit weg von Berlin.

Gut, vorher müssen die Münchner Profis noch im Rückspiel gegen den FC Barcelona antreten. Dessen Stars kommen ohne Furcht zum Weißwurstessen. Der Katalane pflegt bayerische Spezialitäten mit Messi und Gabel zu verspeisen.

Den Segen der CSU haben Schweinsteiger, Lahm & Co: Ein Münchner gehört eher in den Himmel als nach Berlin. Und so bleibt auch Seehofer am 30. Mai und am 6. Juni eine Dienstreise als bayerischer Ministerpräsident in Preußens Metropole erspart.

Jetzt muss nur noch einer der Mannschaft Bescheid geben. Man stelle sich vor: Die wächst am Dienstag über sich hinaus, schlägt Barca 3:0, übersteht die Verlängerung - und muss dann ins Elfmeterschießen.

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