Weilheim / Frank Höhmann Der Sportclub kassiert nach dem Trainerwechsel unter der Woche eine verdiente 0:2-Niederlage in Weilheim.

Die turbulente Woche mit dem Rücktritt von Trainer Jasko Suvalic, mit dem der Verein in der neuen Saison nicht weiter zusammenarbeiten wollte, hat beim Sportclub Geislingen ihre Spuren hinterlassen: Der Fußball-Landesligist verlor das Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten TSV Weilheim mit dem ehemaligen Geislinger Spieler und Trainer Benny Geiger an der Seitenauslinie mit 0:2 (0:1) Toren.

Erstes Training am Freitag

Ein alter Bekannter saß beim ersten Spiel nach der Ära Suvalic auf der Geislinger Bank: Markus Schweizer, zuletzt in Salach und davor in Kirchheim an der Seitenlinie tätig, übernimmt kurzfristig bis zum Saisonende den Posten des Cheftrainers bei den Mannen aus dem Eybacher Tal. Schweizer, der bis ins Jahr 2014 für den Sportclub am Ball war, leitete bereits am vergangenen Freitag das Training und hat von seinem Arbeitgeber den nötigen Freiraum für die kommenden Wochen erhalten.

Schweizers Einstand im Spielbetrieb misslang. Nach der ganz schwachen Leistung sind die Geislinger Chancen auf Rang zwei im Endklassement deutlich geschrumpft. In der Verfassung vom Sonntag brauchen die Verantwortlichen auch keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden.

Problem mit ruhenden Bällen bleibt bestehen

Es war ein Spiel, in dem der Gegner sich an den Geislingern hochzog, im Laufe der Partie immer mutiger wurde und vor allem viel mehr Biss zeigte. Das Führungstor von Konstantinos Korbiakis (33. Minute) resultierte aus einer verunglückten Geislinger Kopfballabwehr nach einer Standardsituation. Das Problem mit den ruhenden Bällen verfolgt den SC schon seit einigen Wochen.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Geislinger vor 120 Zuschauern zwischenzeitlich zwar mehr Leidenschaft, klare Aktionen blieben allerdings Mangelware. Lediglich zweimal wurde es gefährlich: Nach einem Schuss von Karlo Petricevic setzte Yannick Ruther den Ball am Gehäuse vorbei (61.), zuvor hatte Yasin Ceküc nach Hereingabe von Marcel Mädel aus ungünstigem Winkel verfehlt (54.). Mit einem Konter zum 2:0 machte Weilheim durch Dokugan Dogan in der 82. Minute alles klar.

Nächstes Heimspiel gegen Neu-Ulm

Insgesamt wurden die Beobachter das Gefühl nicht los, die Geislinger hätten noch eine Stunde spielen können und sie hätten nicht getroffen. Es war einer dieser Tage, an denen man einen Elfmeter am leeren Tor vorbeischießt. Und so blieb das einzig Positive, dass Pascal Volk nur noch im Derby gegen den SV Ebersbach gesperrt ist. Bei Nicola Orlando dauert es ein Spiel länger. Er darf dann im Heimspiel gegen Neu-Ulm wieder mitspielen. Frank Höhmann

SC Geislingen: Pangerl – Heinzmann (69. Strehle), Schöll, Klein, Bäumel, Feldmeier (78. Mohammed), Grupp, Petricevic, Ceküc (86. Güler), Ruther (63. Karahan), Mädel.

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