Eines wollte die Mannschaft von Trainer Denis Egger tunlichst vermeiden, nämlich wieder einem frühen Rückstand hinterherzurennen. Dies gelang dem FCH beim Tabellenschlusslicht. Der erste Abschluss auf dem schwer zu bespielenden Rasen in Heimerdingen ging auf das Konto der Hausherren. Der flache Freistoß konnte aber von FC-Schlussmann Emre Tekin pariert werden. Auf der Gegenseite wurde Samuel Lopes von Yannick Ruther in Szene gesetzt, doch sein Abschluss von der Strafraumkante ging knapp am Tor vorbei. Ansonsten verlief der erste Durchgang unspektakulär, Torchancen waren Mangelware. Einzig Distanzschüsse wie von Max Hölzli kurz vor der Pause und ein weiterer Versuch per Freistoß des TSV sorgten für ein wenig Gefahr im Strafraum.

Den Start in Durchgang zwei verschliefen die Heininger. Direkt nach dem Anspiel wurde der Ball nach vorne gedroschen und der TSV konterte. Über die linke Seite wurde Marius Nuding überlaufen und der Ball in den Gefahrenbereich geflankt. Am langen Pfosten beförderte Murat Öztürk das Spielgerät in die Maschen. Keine zwei Zeigerumdrehungen später zappelte das Leder erneut im FC-Netz, aber Michele Ancona stand bei seinem Kopfball im Abseits. Der FCH war primär bei Eckbällen gefährlich. In der 51. Minute köpfte Robin Reichert eine Kern-Ecke aufs Tor, Heimerdingen klärte auf der Linie. Fünf Minuten später war der Ball im Tor, doch der Unparteiische ahndete ein zuvor begangenes Foul. In der 66. Minute gab Lennart Zaglauer nach Kreuzbandverletzung sein Comeback und brachte frischen Wind in die Heininger Offensive, wenngleich kurz darauf das 2:0 fiel. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld waren zwei Heimerdinger frei und Marc Bitzer bediente Tim Schlichting, der die Führung per Kopf ausbaute. Die Schlussphase gehörte wieder Heiningen. In der 79. Minute flankte  Ferhat Hamamci  in den Strafraum, doch sowohl Lennart Ruther wie Lennart Zaglauer verpassten knapp. Zwei Minuten später setzte Zaglauer eine Kern-Flanke an die Unterseite der Latte, von wo der Ball zurück ins Feld prallte. Der Anschlusstreffer schien nur eine Frage der Zeit, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Ein Querschläger zurück zum Torwart verpasste den Kasten ebenso wie der Ruther-Kopfball, der nach schöner Hereingabe von Kevin Gromer am Pfosten vorbeistreifte. Somit blieb es beim verdienten Heimsieg des Schlusslichts, der FC Heiningen ist im Abstiegskampf ange­kommen. Timo Rees

FC Heiningen: Tekin – Reichert, Lopes Silva (79. Nicolosi), Ruther, Roos, Edwardson (66. Zaglauer), Hölzli, Kern, Gromer, Nuding, Ruther (70. Hamamci).