Die Heininger bestätigten bei Titelaspirant TSV Essingen ihren Aufwärtstrend, sie agierten von Beginn an selbstbewusst und aggressiv gegen den Ball, ließen den sichtlich überraschten Essingern keinen Spielraum.

Konsequentes Defensivverhalten und schnelles Umschaltspiel zeichneten den FC in der ersten Hälfte aus. Abwehr und Torhüter Marius Funk strahlten große Sicherheit aus, Silas Klack bestach mit einer Quote von mehr als 95 Prozent gewonnener Zweikämpfe. Was ebenso auffiel ist, dass es nach Einwechslungen im Heininger Team keinen Leistungsabfall gibt und sich jeder Spieler nahtlos einfügt. Bereits in der 3. Minute hatte Heiningen die erste Torchance, der starke TSV-Keeper parierte den Freistoß von Benjamin Kern. Nach einem langen Ball kam Essingen zur ersten Chance, die Marius Funk entschärfte (12.). Glück hatte Heiningen in der 29. Minute, dass sich zwei Essinger Spieler gegenseitig im Strafraum behinderten und die Großchance dadurch dahin war. Weitere Gelegenheiten auf beiden Seiten waren bis zur Pause nicht zwingend genug.

Wer gedacht hatte, Favorit Essingen übernähme in Hälfte zwei das Kommando, der lag daneben. Bis auf eine Halbchance in der 54. Minute kam von den Gastgebern nicht mehr viel. Zwischen der 56. und 75. Minuten erarbeitete sich der FC Chance um Chance und hätte mindestens eine davon nutzen müssen. Hervorzuheben in der 70. Minute eine Volleyabnahme durch Max Hölzli nach Kern-Ecke, die der Essinger Torhüter sensationell parierte. Völlig überraschend gingen die Gastgeber in der 82. Minute 1:0 in Führung. Nach einem harmlosen Freistoß verschaffte sich der Essinger Torschütze Stergios Dodontsakis mit einem klaren Foul an Lennart Ruther einen Vorteil und konnte so unbedrängt aus kurzer Entfernung einschießen. Es bleibt ein Rätsel, wie das Schiedsrichtergespann dies übersehen konnte. Nach diesem herben Rückschlag bewies die Heininger Mannschaft einmal mehr ihre überragende Moral und drückte sofort auf den Ausgleich, um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Der Treffer gelang zwar spät, war aber hochverdient. In der zweiten Minute der Nachspielzeit zirkelte Kern einen seiner berüchtigten Freistöße zum viel umjubelten 1:1-Remis in den Winkel. Er belohnte seine Mannschaft damit für ihren sehr gelungenen Auftritt. Edmund Funk

FC Heiningen: Funk – Kern, Len­nart Ruther, Klack (90. Vrlijicak), Edwardson (76. Gromer), Reichert, Roos, Kriks (90. Nicolosi), Hölzli, Lopes Silva, Dominkovic (67. Yannick Ruther).