Eine Hälfte lang spielte der FC Heiningen gegen die TSG Hofherrnweiler nach der Ampelkarte gegen Robin Reichert (44.) in Unterzahl. Zu zehnt lieferten die Schwarz-Gelben dem Tabellennachbarn einen echten Abstiegskampf. Lennart Zaglauer bescherte dem FC in der 88. Minute mit dem Siegtreffer drei ganz wichtige Punkte. „Ich denke, den Sieg haben wir uns verdient, auf Grund der Leistung heute, aber auch als Belohnung für die beiden letzten Spiele, in denen die Unentschieden eigentlich zu wenig waren“, sagte Kapitän Benjamin Kern.

Bereits im Hinspiel hatten die Heininger 45 Minuten in Unterzahl bestritten und einen 1:0-Sieg erkämpft. Auch am Samstag sahen die 100 Zuschauer ein reines Kampfspiel, in dem beide Teams aus dem Spiel heraus praktisch keine Torchance hatten. Die Gäste wussten mit ihrer Überzahl nichts anzufangen, der FCH hielt sie von seinem Tor fern und war sogar selbst nach vorne aktiv.

Diese Konstellationen sind wie gemacht für Stürmer wie Lennart Zaglauer. Als einsamer Kämpfer an vorderster Front setzt sich der 26-Jährige für die Mannschaft ein. „Er ist unermüdlich, geht verlorenen Bällen nach und erarbeitet sich seine Tore“, preist ihn Kern. Als alle mit einem torlosen Remis rechneten, schlug Zaglauer zu. Der Mittelstürmer wurde bei einer Standardsituation hoch angespielt, verarbeitete den Ball und zog an der Strafraumkante aus der Drehung ab. Der Ball senkte sich über Torhüter Philipp Röhrle ins Netz, Zaglauer feierte seinen zweiten Saisontreffer mit einem Tänzchen an der Torstange. „Das war ein typisches Lenni-Tor“, sagte Kern, „das gönnt man ihm nach der langen Leidenszeit. Er hat uns in der Vorrunde gefehlt.“ Der ebenfalls lange verletzte Mike Tausch verbuchte am Samstag wieder ein paar Einsatzminuten.

Auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt lobte Benjamin Kern seine Mitspieler: „Wir haben es in der zweiten Hälfte diszipliniert gemacht und dem Gegner natürlich auch das Spiel überlassen. Um es in Unterzahl gut zu machen, braucht man Mentalität. Die haben wir jetzt drei Spiele in Folge gezeigt. Wir wissen, dass wir nur so eine Chance haben, in der Liga zu bleiben. Deshalb dürfen wir jetzt nicht den Fehler machen, auch nur einen Schritt nachzulassen.“ Markus Munz

FC Heiningen: Tekin – Reichert, Lennart Ruther, Rössler, Gromer, Nuding (79. Klack), Roos, Lopes Silva (85. D’Onofrio), Hölzli (79. Tausch), Kern, Zaglauer (90. Yannick Ruther).