Die Gäste fanden gut in die Partie, verpassten aber die Führung und bekamen in der neunten Minute die kalte Dusche. Nach einer schönen Flanke von Felix Bauer nahm Anthony Coppola den Ball in aller Ruhe an und dufte sich die Ecke aussuchen. Vier Minuten später flankte Coppola in den Strafraum, Felix Bauer verpasste zunächst aussichtsreich, staubte dann aber den Lattentreffer von Fabian Kolb ab und markierte das frühe 2:0.

Heiningen war sichtlich geschockt und hatte Schwierigkeiten, zurück ins Spiel zu finden. Außer zwei Freistößen von Regisseur Benjamin Kern kamen im ersten Durchgang nicht mehr viele Offensivaktionen zu Stande. Ganz anders sah es bei den Gastgebern aus, die immer wieder Nadelstiche setzten und die Heininger Hintermannschaft in Verlegenheit brachten. In der 35. Minute wurde Coppola mit einem langen Ball auf die Reise geschickt, lenkte das Leder geschickt an Marius Funk vorbei, der weit aus seinem Kasten eilte, erlief seinen eigenen Pass und erzielte den auch in dieser Höhe verdienten 3:0-Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer eine komplett andere Heininger Mannschaft. Die Halbzeitansprache und die taktische Umstellung von Trainer Denis Egger trug schnell Früchte. Zwar waren viele Offensivaktionen dem Zufall geschuldet, aber es war ein deutliches Aufbäumen zu spüren. In der 52. Minute zirkelte Kern einen seiner gefürchteten Freistöße in die Maschen und verkürzte auf 3:1. Die Normannia schaltete mehrere Gänge zurück und trumpfte nicht wie im ersten Durchgang auf. Die Gäste bekamen immer wieder Räume zum Kontern, echte Chancen blieben aber auch im zweiten Durchgang selten.

In der 84. Minute hatten die Gmünder Zuschauer bereits das vermeintlich endgültig entscheidende Tor bejubelt, doch Daniel Stölzle stand nach der Freistoßvorlage des Ex-Heiningers Iurii Kotiukov im Abseits, daher zählte der Treffer nicht. In der ersten Minute der Nachspielzeit kam Robin Reichert nach einer Kern-Ecke an den Ball und drosch ihn zum 3:2 in die Maschen. Der Unparteiische, der zuvor drei Minuten Nachspielzeit angezeigt hatte, hielt sich strikt an seine Zeitvorgabe und pfiff das Spiel pünktlich nach 93 Minuten ab und so behielt die Gmünder Normannia dank ihrer exzellenten ersten Hälfte nicht unverdient alle drei Punkte.

FC Heiningen: Funk – Rössler, Klack (58. Reichert), Lopes Silva, Roos, Gromer (82. Hrabar), Nuding, Edwardson (50. Hamamci), Hölzli, Kern, Ruther (50. Kriks).