Nach zerfahrener erster Halbzeit steigerte sich der FC Heiningen in seinem Verbandsliga-Heimspiel gegen den VfL Pfullingen im zweiten Durchgang und gewann mit 3:0 (0:0).

Binnen elf Minuten machten die Heininger vor 100 Zuschauern ihre drei Tore und damit in einem durchschnittlichen Verbandsliga-Spiel kurzen Prozess mit den biederen Gästen. „Die erste Halbzeit war zäh, da haben wir auch in der einen oder anderen Situation Glück gehabt“, erklärte Max Hölzli. Trainer Denis Egger musste in der Kabine aber nicht laut werden, verriet der zweifache Torschütze: „Wir sind die Punkte klar durchgegangen, die wir anders machen wollten. Danach hat man gesehen, dass eine andere Mannschaft auf dem Platz steht und dass wir das Spiel gewinnen wollten.“ Mit seinen Saisontoren drei und vier führte Hölzli den FC Heiningen zum Sieg. Nach einem wunderschönen Heber im Heimspiel vor zwei Wochen gegen den TSV Berg gelang dem 24-Jährigen beim 1:0 erneut aus der Distanz ein sehenswerter Treffer mit seinem linken Fuß (51.).

Drei Minuten nach der Heininger Führung kombinierte sich der VfL Pfullingen einmal gefällig vor das Tor, doch zum Glück für die Gastgeber verstolperte Lukas Linder kläglich den sicheren Ausgleich. Stattdessen erhöhte der FC Heiningen auf 2:0. Bei einer Kern-Ecke faustete Gästekeeper Tim Becker vor die Füße von Marius Nuding, der an seinem 28. Geburtstag aus zehn Metern abstaubte (57.). „So eng ist es eben im Fußball beieinander. Wenn Pfullingen das Tor schießt, sieht es anders aus“, wusste Hölzli, „mit dem dritten Tor haben wir das Spiel dann endgültig auf unsere Seite gebracht.“ Andre Kriks zündete über die linke Seite den Turbo und wurde im Strafraum gelegt. Hölzli verwandelte den Elfmeter zum 3:0 souverän (62.). Kriks hatte keine sechzig Sekunden später den vierten Treffer auf dem Kopf, setzte das Spielgerät aber neben das Tor. Ein 4:0 wäre letztlich auch des Guten zu viel gewesen. Der VfL Pfullingen wollte noch den Ehrentreffer, blieb aber im Abschluss zu harmlos. In der 78. Minute war der Weg frei, doch Valon Dodaj jagte den Ball in den Fangzaun.

Im Heininger Tor stand ab der 26. Minute Emre Tekin. Marius Funk machte seine Adduktorenverletzung wieder zu schaffen, er musste ausgewechselt werden und wird in dieser Woche untersucht. Mit dem glatten 3:0 hat der FC Heiningen nun seine letzten vier Heimspiele gewonnen und dabei 12:2 Tore erzielt. „Es ist für jeden Gegner schwer, hier in Heiningen zu bestehen“, betonte Matchwinner Hölzli. Dank der Heimstärke hält der FCH weiter Abstand zur Abstiegszone und kann beruhigt zum unangefochtenen Spitzenreiter nach Backnang fahren. Markus Munz

FC Heiningen: Funk (26. Tekin) – Rössler, Lennart Ruther, Roos, ­Lopes Silva, Nuding, Hamamci, Kern, Hölzli (86. Santini), Dominkovic (61. Nicolosi), Kriks (74. Edwardson).