Nach ausgeglichener Anfangsviertelstunde übernahm der Sportverein das Kommando und überzeugte mit guter Raumaufteilung. Trainer Gianni Coveli lobte seine Schützlinge für „Präsenz in den Zweikämpfen und einer guten Ordnung“.

Nachdem Dicklhuber aus spitzem Winkel noch verzog (12.), gelang Lukas Rösch die Führung (28.). Auf dem rechten Flügel hatte sich Morgan Faßbender durchgesetzt und brachte den Ball scharf nach innen, wo Rösch nur noch den Fuß hinhalten musste. Nicht nur in dieser Szene war der 20-jährige Faßbender einer der Aktivposten bei den Gästen und durfte nach 35 Minuten selbst jubeln. Nach einer abgewehrten Ecke brachte Dicklhuber den Ball scharf und flach vor das Tor, Faßbender schob ihn mühelos ein. „Wir sind in der ersten Hälfte torgefährlich in die Endzone gekommen, so hatten wir das einstudiert. Es freut mich wie die Lauf- und Passwege funktioniert haben“, bilanzierte Coveli.

In Hälfte zwei gaben die Göppinger weiter den Ton an und ließen die mit drei Spielern aus dem Profikader angetretene Sandhausener Zweite nicht zur Entfaltung kommen. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie ging es über zwei Stationen schnell nach vorne, wo Loser und Serour im Nachsetzen frei zum Abschluss kamen, doch Benedikt Grawe hielt sein Team im Spiel. Nach der daraus resultierenden Ecke war aber auch der SVS-Schlussmann machtlos: Dicklhuber flankte im zweiten Versuch an den langen Pfosten, dort legte Faßbender den Ball in die Mitte und Matej Maglica traf per Kopf zum 0:3 (49.). Mit dem dritten Saisontor des Innenverteidigers war die Partie entschieden. Die Göppinger kontrollierten Ball und Tempo und waren durch Gentian Lekaj (73.) und Michael Renner (81.) dem vierten Tor näher als die Gastgeber dem Anschlusstreffer. Den verhinderte Keeper Kevin Rombach gegen Mörmanns Schuss aus 15 Metern (58.).

Bei den Göppingern lösten sich Oliver Stierle und Tomislav Ivezic regelmäßig aus der Dreierkette, um im Mittelfeld die Zweikämpfe zu suchen. „Das sollen nicht nur die Innenverteidiger machen, sondern alle“, erklärte Coveli: „Wir wollen mutig sein, den Gegner unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen“. Das gelang am Samstagnachmittag sehr gut, wie nicht nur das Ergebnis bewies.

SV Göppingen: Rombach – Stierle, Ivezic, Schwarz, Maglica, Dicklhuber, Osipidis, Loser (83. Frenz), Faßbender (72. Avdic), Rösch (61. Lekaj), Serour (61. Renner).

Tore: 0:1 Rösch (28.), 0:2 Faßbender (35.), 0:3 Maglica (49.).