Für die Landesliga-Fußballer des SC Geislingen war das 4:2 beim TSV Weilimdorf der zweite Sieg in Folge. Und einer, der nicht unbedingt mehr erwartet werden durfte, denn nachdem die Gastgeber nach einem Doppelschlag durch Dino Mujcic (18.) und Jeffrey Schieber (19.) völlig überraschend 2:0 in Führung lagen, waren die Geislinger mehrere Minuten völlig von der Rolle und konnten froh sein, dass sie sich nicht noch weitere Treffer einfingen.

Dabei hätte das Team von Trainer Daniel Avgustinovic vor 120 Zuschauern nach einer sehr guten ersten Viertelstunde selber vorlegen müssen, doch wurde in der dritten Minute eine 3:1-Überzahlsituation unsauber zu Ende gespielt. Statt auf einen der beiden freien Mitspieler in der Mitte rüberzulegen, entschied sich Pascal Volk für einen Heber, der nicht hoch genug geriet. Wenig später kam Marcel Mädel nach einem weiteren gelungenen Spielzug über Volk und Nicola Orlando einen Schritt zu spät, sodass Torhüter Hadis Grahic sich das Leder schnappen konnte (6.).

In der 24. Minute bot sich Orlando bei der nächsten Großchance die Möglichkeit zu verkürzen, doch der Geislinger Kapitän wollte Grahic tunneln und der roch den Braten. Der SC mühte sich, doch ein Tor schien vor der Pause nicht mehr zu gelingen. Dann brachte Grahic Orlando in der 39. Minute im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Karlo Petricevic sicher zum 2:1.

Zwei Minuten vor der Pause sah Weilimdorfs Kapitän Güney Cömert die Ampelkarte, was die Geislinger Aussichten auf eine Wende weiter steigen ließ. Mit viel Tempo und Ballbesitz wollte man den Gegner auf dem tiefen Platz in der zweiten Hälfte müde spielen.

Weilimdorf hielt jedoch mit großer Leidenschaft dagegen, musste aber seinen Innenverteidiger Sandro Villani wegen einer Zerrung ersetzen und fing sich in der 64. Minute den Ausgleich. Mädel stand dort, wo ein Stürmer stehen muss und traf nach einem von Grahic abgewehrten Tchania-Kopfball zum 2:2. Weilimdorf versuchte, den einen Zähler über die Zeit zu retten. Orlando zerstörte dieses Vorhaben acht Minuten vor dem Ende und versenkte das Leder nach Vorarbeit von Julius Bäumel mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zur Geislinger Führung. In der dritten Minute der Nachspielzeit schlenzte Volk das Leder in die Maschen, nachdem sein Gegenspieler weggerutscht war. Frank Höhmann

SC Geislingen: Piegsa – Heinzmann (46. Tchania), Grupp, Schöll, Kqiraj, Strehle, Petricevic, Bäumel (86. Klein), Orlando, Volk, Mädel (90. Kepic).