Mit seinem neuen Trainer Tobias Flitsch ist Fußball-Landesligist SC Geislingen ein Erfolg im ersten Punktspiel des Jahres 2020 gelungen. Noch dazu beim TV Echterdingen, gegen den der SC in den vergangenen Jahren nie gut aussah. Durch das 2:1 (1:0) haben die Geislinger nicht nur ihren Vorsprung auf die Abstiegszone vergrößert, sondern dürfen auch auf die vorderen Ränge schielen. „So kann‘s gerne weitergehen“, sagte Spielleiter Steffen Speidel nach der Partie, in der Echterdingen früh einen Strafstoß vergab (2.). Flitsch beorderte Nermin Ibrahimovic in die Startelf, der andere Neuzugang Niklas Naujoks nahm auf der Bank Platz. Zum ersten SC-Einsatz kam nach seiner Verletzung Tim Pöhler im Sturm. Im Mittelfeld zog Karlo Petricevic die Fäden.

Schon nach 40 Sekunden zeigte Schiedsrichter Klingler auf den Punkt. Doch der aus Reutlingen gekommene Neuzugang Deniz Bulut schoss den Ball an die Latte. Die Geislinger brauchten etwas, um in die Partie zu kommen. In der 18. Minute leitete Julius Bäumel einen Angriff auf der linken Seite ein und legte den Ball quer zu Josip Skrobic, der unhaltbar für Torhüter Weitzel traf.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bekamen die 200 Zuschauer nur wenige Strafraumszenen zu sehen. Echterdingen stand massiert hinten und lauerte auf Standards. Der SC versuchte, mit Einsatz dagegenzuhalten und zuzuschlagen, wann immer sich die Möglichkeit bot. In der 24. Minute stand den Gästen das Glück zur Seite, als Bahadir, der beim 3:0 der Echterdinger in Boll zweimal erfolgreich war, den Pfosten traf.

Nach der Pause hatte der SC das Geschehen weitgehend im Griff. Der Ausgleich durch Fatih Özge in der 61. Minute fiel überraschend. Obwohl aus Sicht der Gäste nicht nur der Torschütze, sondern weitere Echterdinger im Abseits standen, lamentierten die Geislinger nicht lange, sie schlugen zwei Minuten später zurück. Ibrahimovic warf bei einem Strafraumgewühl alles rein und traf zur erneuten Führung (64.), wurde beim Schuss aber von einem Gegenspieler getroffen und musste später ausgewechselt werden. Je länger die Begegnung dauerte, desto mehr waren die Geislinger mit dem 2:1 im Rücken in der deutlich besseren Position und konnten gegen alles nach vorne werfenden Echterdinger auf einen Konter spekulieren. Der konzentriert agierende SC brachte den Sieg gegen am Ende dezimierte Gastgeber, Max Knoll sah die Ampelkarte (90.+1), über die Zeit. Frank Höhmann
SC Geislingen: Piegsa – Schöll, Grupp, Klein, Strehle, Petricevic, Bäumel, Skrobic (87. Orlando), Ibrahimovic (66. Mädel), Volk (83. Naujoks), Pöhler (72. Zul­jevic).