Im dritten Spiel in Folge gegen einen Neuling präsentierte sich der SC vor 200 Zuschauern gegenüber der peinlichen Vorstellung in Neu-Ulm zwar verbessert und hatte mehr vom Spiel. Das belebende Element, das einem Fußballspiel die Würze verleiht, fehlte allerdings. Der SC hatte die Mehrzahl der Chancen, die Gäste verpassten es, einige Angriffe besser zu Ende zu spielen. Gästecoach Stephan Rothweiler ist sicher, „dass die Mannschaft den Sieg geholt hätte, die das erste Tor macht.“ Von einer Geislinger Führung hätte sich weder sein Team erholt noch umgekehrt der SC von einem Rückstand.

Der Sportclub wartet nunmehr seit 279 Minuten auf einen Torerfolg. Immerhin stand die Defensive um Torhüter Paul Heer, der den verletzten Max Piegsa gut vertrat, und legte Frickenhausens Torjäger Ismail Oguz an die Leine. Heer war bei der besten Gelegenheit der Gäste zur Stelle und verhinderte gemeinsam mit Innenverteidiger Manuel Heinzmann gegen Rothweiler einen Gegentreffer (50.).

Auf der anderen Seite musste sich SC-Trainer Daniel Av­gustinovic wieder einmal ärgern, dass „wir einfach das Tor nicht machen und eine unserer guten Chancen verwerten“. Links ­unten? Rechts oben? Oder doch oben links? Karlo Petricevic ­standen nach Zuspiel von ­Mihael ­Kepic bei der klarsten Chance in Hälfte eins wohl zu viele ­Optionen offen. Er schoss mittig und viel zu schwach direkt in die Arme von Keeper Florian Zie­gele (40. ­Minute).

Nach dem Wechsel verfehlte ein Freistoß von Petricevic das Ziel haarscharf  (61.) und in Minute 76 hieß es Petricevic zum Dritten. Diesmal stand dem Geislinger Mittelfeldspieler der ­Pfosten im Weg. Bei einer weiteren guten Gelegenheit hatte Pascal Volk zuvor am Tor vorbeigeköpft (74.).

Egal, wer bei den Geislingern zurzeit zum Abschluss kommt, ein richtiger Knipser zeichnet sich nicht ab. „Wir hätten Frickenhausen gerne die erste Niederlage zugefügt, die Möglichkeiten dazu waren da, aber wir belohnen uns einfach nicht“, ärgert sich Avgustinovic, der sein Team angewiesen hatte, dosiert offensiv zu Werke zu gehen, um dem FC keine Möglichkeit zu Kontern zu gestatten. Immerhin hat das funktioniert.

SC Geislingen: Heer – Strehle, Grupp, Bäumel, Kepic (70. Orlando), Petricevic, Tchania (68. Ceküc), Volk, Skrobic (87. Karahan), Zuljevic (77. Mädel).