Nach vierwöchiger Pause nehmen die Landesliga-Fußballer des SC Geislingen das Training wieder auf: Der neue Coach Daniel Avgustinovic bat am vergangenen Samstag, 6. Juli, zur ersten Übungseinheit. Diese dürfte vermehrt einem Kennenlernen dienen, denn die Geislinger haben sieben neue Spieler verpflichtet:

Offensive:

  • Josip Skrobic (TSV Essingen)
  • Tim Pöhler (TSV Harthausen)
  • Daniel Zuljevic (TSV Bad Boll)

Torhüter:

  • Paul Heer (VfL Kirchheim U19)
  • Max Piegsa (SV Ebersbach)

Defensive:

  • Konstantinos Korbiakis (TSV Weilheim)
  • Jozef Kqiraj (SV Ebersbach)

Weitere Personalveränderungen gibt es beim Team hinter dem Team: Der bisherige Co-Trainer Daniele Mennitti agiert künftig als Sportlicher Leiter, Jan-Philipp Klein als spielender Co-Trainer.

SC Geislingen will angreifen

Mit dem Mix aus talentierten jungen Spielern und erfahreneren Akteuren wie Zuljevic, Skrobic und Kqiraj sowie den Stützen aus den vergangenen Jahren will der SC in der neuen Spielzeit ganz weit vorne anklopfen. Daniele Mennitti scheut sich nicht davor, das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen. Warum auch?

Nach der Rückkehr in die Landesliga hatten die Geislinger dort mächtig für Furore gesorgt, ehe sie sich im Herbst selber etwas aus dem Tritt brachten. Dass es in der Rückrunde nicht mehr so lief, daran will sich Mennitti nicht weiter aufhalten. Für ihn beginnt jetzt die neue Zeitrechnung, wenn sich die Mannschaft am Vormittag erst zum Fotoshooting und danach zum ersten gemeinsamen Training trifft.

Daniel Avgustinovic ist zum ersten Mal Headcoach

Mennitti und Neu-Trainer Avgustinovic standen früher gemeinsam für den SC auf dem Platz und harmonierten gut. Das soll nun auch 15 Jahre später in verantwortlicher Position außerhalb des Platzes so sein. Für Avgustinovic ist es die erste Station als sogenannter Headcoach. Seine bevorzugten Spielsysteme sind 4-4-2 oder 4-1-4-1. „Wir wollen uns nicht nach dem Gegner orientieren, sondern ihm unseren Stempel aufdrücken“, sagt Mennitti. Die Fans dürfen sich auf eine offensive Ausrichtung freuen.

Ende des Chancentods

Dafür hat sich der Tabellenfünfte der Vorsaison entsprechend verstärkt. „Torchancen hatten wir auch in der vergangenen Saison genug. Aber uns fehlte der Killer.“ Zwar habe man in der Abwehr besonders in der Rückrunde und nach dem Ausfall von Tobi Müller viele Gegentore bekommen, bestätigt Mennitti. Hätte man allerdings zuvor seine Chancen reingemacht, wäre der ein oder andere Gegentreffer nicht ins Gewicht gefallen.

Doch die SCler trafen in schöner Regelmäßigkeit überall hin, nur nicht ins Tor, gerieten dann irgendwann in Rückstand und konnten die Partie nicht mehr drehen. „Ein Grund dafür war, dass uns die Leader gefehlt haben. Hier erwarte ich vor allem von unseren etablierten Spielern mehr.“ Oftmals setzte niemand Impulse, nahm keiner der Führungsspieler das Heft in die Hand und preschte vor. Das soll nun anders werden.

Dieser Artikel war zuerst im ePaper und der gedruckten GZ erschienen (6. Juli), im Internet am 8. Juli, 16.43 Uhr.