Eigentlich sollten die Amateurfußballer bereits am ersten April-Wochenende den Spielbetrieb wieder aufnehmen, die Oberliga ursprünglich sogar am 28. März wieder starten. Doch daraus wird nichts: Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus hat der Württembergische Fußballverband (WFV) beschlossen, den Spielbetrieb frühestens am 20. April wieder aufzunehmen. Das gilt auch für die Oberliga, für die die Spielkommission Baden-Württemberg zuständig ist.

Saison soll nicht abgebrochen werden

„Der Fußball rückt in diesen Tagen für uns alle in den Hintergrund. Im Moment sind alle Menschen in Baden-Württemberg in dem gemeinsamen Ziel vereint, durch verantwortungsvolles Handeln gefährdete Personengruppen zu schützen“, begründete WFV-Präsident Matthias Schöck den Schritt.

Der Vorsitzende der Spielkommission, Rüdiger Heiß, richtet seinen Blick auf die Zeit nach dem 20. April. „Ein vorzeitiger Abbruch der Saison hätte für viele unserer Vereine enorme finanzielle Konsequenzen“, sagte er. Deshalb werde die Kommission die Entwicklung beobachten und darauf hinarbeiten, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann. „Wir sind uns der großen Verantwortung für unsere Oberliga-Vereine bewusst. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings absehbar, dass wir Entscheidungen treffen müssen, die zu Härten führen“, so Heiß weiter. Durch den Stopp des Spielbetriebs entgehen dem Göppinger SV wichtige Einnahmen etwa aus dem Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers.

Spielbetrieb könnte bis in den Sommer verlängert werden

Beim WFV prüft man währenddessen alle möglichen Szenarien, wie es ab Mitte April mit dem Spielbetrieb weitergehen soll. Durch die Verschiebung der Europameisterschaft auf das kommende Jahr ergäben sich neue Möglichkeiten für die weiteren Planungen bei den Amateurfußballern, heißt es in einer Pressemitteilung. Damit ist die Verlängerung der Spielzeit über den Mai hinaus gemeint. Ebenso wie die Spielkommission möchte auch der Württembergische Verband die Saison unbedingt zu Ende führen. Allerdings schließt WFV-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm den Abbruch der Spielzeit nicht aus.