Zwei Mal traten die abstiegsbedrohten Kuchener nach der Winterpause im heimischen Ankenstadion an, zwei Mal haben sie gewonnen. Dennoch haben sie vom Rückstand aufs rettende Ufer nichts abgeknabbert, das liegt immer noch sieben Zähler entfernt.

Auf dem lauschigen Plätzchen sitzt nach wie vor der FV Faurndau, punktgleich mit dem um einige Tore besseren TSV RSK Esslingen. Auf den hat der FTSV eine Menge aufgeholt. RSK lag vor der Winterpause noch zwölf Zähler voraus.

Gewinnen die Kuchener gegen Tabellennachbar TSVW Esslingen, dann "machen wir Boden gut", sagt Trainer Martin Braunmiller. Zuletzt haben die Seinen zwei Mal auswärts gegen Teams aus den Top Vier der Tabelle knapp verloren. Braunmiller hat nicht nur an den Ergebnissen etwas auszusetzen. Die Art, wie seine Zöglinge gespielt haben, "gefällt mir nicht", sagt der Coach. Morgen müssen sie "ganz anders auftreten" als zuletzt in Nellingen. Der TVN präsentierte sich "ganz schlecht", aber seine Kuchener fand Braunmiller "noch schwächer".

Ein Heimsieg am Donnerstag um 19 Uhr im Ankenstadion bringt den FTSV zurück ins Rennen, zumal es anschließend ins direkte Duell gegen Faurndau geht. Gegen TSVW Esslingen haben die Kuchener noch etwas gutzumachen. Im Hinspiel holten sie ein 0:0, das sich für Braunmiller bei "gefühlten 15 bis 20 Großchancen" wie eine Niederlage anfühlte. So was darf den Seinen morgen nicht wieder passieren, alles andere als ein Heimsieg wäre ein fürchterlicher Rückschlag im ohnedies schweren Kampf gegen den Abstieg.

Personalsorgen kehren zurück

Ausgerechnet jetzt kehren die aus der Vorrunde vertrauten Personalsorgen zurück. Die verletzten Pomeißl und Britzelmayer fallen länger aus, Sezer Güler sitzt noch eine Rotsperre ab, dazu fehlen die allesamt verletzten Lallemand-Brüder. Die sind zwar keine Drillinge, nehmen sich ihre Auszeiten aber dennoch gleichzeitig. Innenverteidiger Lukas fehlt seit drei Wochen, seine älteren Brüder Tim und Tom Lallemand verletzten sich in Nellingen ebenso wie Robert Fiedler. Der aber sollte rechtzeitig fit werden. Sein Trainer lässt ihm erst gar keine Wahl. Fiedler "muss auf die Zähne beißen", verlangt Braunmiller.

In der Kreisliga B9 hat der FTSV Ditzenbach/Gosbach im Gastspiel bei Croatia 2012 Geislingen nur einen Verletzten, dessen Ausfall fällt aber schwer ins Gewicht. Alexander Benitsch vertrat sich zu Hause den Fuß und fällt mit Knöchelverletzung sicher aus. Ohne ihn wird's "ultraschwer", befürchtet Trainer Ömer Telci. Der Stürmer, selbst bislang 33-mal erfolgreich, ist an "80 bis 90 Prozent" aller Treffer seines Teams "direkt beteiligt", sagt Telci. So muss sich der Tabellendritte morgen irgendwie durchmogeln und hoffen, im entscheidenden Nachholspiel um den Relegationsplatz am Donnerstag in einer Woche gegen Böhmenkirch Benitsch wieder einsetzen zu können.

Das Durchmogeln wird schwer genug. Croatia 2012 blieb als Achter bislang zwar weit hinter den eigenen Erwartungen zurück, hat aber "Selbstvertrauen genug, sagt Abteilungsleiter Anto Batarilo. Der 3:2-Sieg bei der SG Hausen-Überkingen nach 0:2-Rückstand hat Mut die Moral gefördert. "Der Bann ist gebrochen", hofft Batarilo, der Benitschs Fehlen "gut für uns" findet.

Ditzenbach/Gosbach sollte womöglich eine Haushaltshilfe für seinen Torjäger einstellen, damit der sich künftig nicht mehr in den eigenen vier Wänden verletzt.