Frömmel kämpft gegen den Auswärtsfluch

ANDREAS BÖHRINGER 13.04.2012
In der Fußball-Landesliga treten FC Eislingen und FC Donzdorf morgen um 15.30 Uhr auswärts an, Ebersbach und Bad Boll am Sonntag zu Hause.

Schon seit dem ersten Spieltag steht der FC Eislingen auf einem Abstiegsplatz. Nachdem sich der FCE zuletzt stabilisiert hatte, war die 1:4-Niederlage beim Konkurrenten TSV Deizisau ein herber Rückschlag. "Wir hatten uns viel ausgerechnet, haben aber nie ins Spiel gefunden und dann gab es eine Klatsche. Wir müssen es abhaken", erklärt Trainer Michael Baumgarten. Vor dem morgigen Gastspiel bei Primus FC Frickenhausen übt sich der Coach in Zweckoptimismus: "Wir haben dort nichts zu verlieren. Wir sind der krasseste Außenseiter und diese Konstellation macht Hoffnung, dass man uns unterschätzt. Die letzten Ergebnisse zeigen, dass es Frickenhausen mit dem großen Vorsprung etwas schleifen lässt. Wir werden hinten Beton anrühren und vorne auf eine Chance hoffen. Vielleicht gelingt uns ein ähnlicher Coup wie in Regglisweiler."

Ebenfalls auf fremdem Terrain tritt der FC Donzdorf an. Die Lautertäler sind mit nur einem Zähler die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga. "Ich bin ratlos, letzte Saison war es genau umgekehrt. Ich lege auf diese Statistik aber keinen Wert. Gegen die direkten Konkurrenten haben wir es jetzt selbst in der Hand. Unsere Leistungen stimmen mich nicht pessimistisch", sagt Trainer Peter Frömmel. Der Derby-Auftritt und die verbesserte Personalsituation machen Mut: "Unsere Vorstellungen zuletzt waren okay, aber leider nicht konstant über 90 Minuten. Es sind Kleinigkeiten, aber deshalb stehen wir unten drin", erklärt Frömmel. Morgen laufen Wagenblast und Wiedmann auf, auch Hannes Bayer kann wieder. Eren Ünlüdere fehlt aus privaten Gründen, dennoch bieten sich dem Coach Alternativen. Er denkt daran, morgen in Weilheim Chris Baumgartner, "der in Geislingen überragend war", ins Mittelfeld zu ziehen. "Dann geht auch spielerisch mehr und wir müssen nicht nur mit langen Bällen operieren", erläutert Frömmel seine Überlegungen.

Die 40 Punkte sind auch das Ziel des TSV Bad Boll, der sich auf einem guten Weg befindet, zuletzt aber beim 1:4 daheim gegen Schnaitheim einen Rückschlag hinnehmen musste. In der Partie gegen den Abstiegskandidaten enttäuschte Boll spielerisch und Trainer Mirko Doll hofft im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Deizisau auf eine Trotzreaktion. Gegen Schnaitheim erzielte Lukasz Majowski sein zehntes Saisontor, er bildet mit Moritz Straub (11) ein treffsicheres Duo.

Noch erfolgreicher sind die Ebersbacher Tarik Serour (17) und Franco Petruso (14), die schon einige Spiele im Alleingang für den SV Ebersbach entschieden. Petruso wechselt allerdings am Saisonende zum Oberligisten SSV Reutlingen. Über Ostern hatte die Mannschaft, die seit dem 9. Spieltag auf dem Relegationsrang liegt, spielfrei. Am Sonntag gegen den TV Nellingen wären für Trainer Dinko Radojecvic "alles andere als drei Punkte eine Enttäuschung". Isa Önüt kehrt nach Sperre zurück und Michael Schöffel trainiert wieder. "Langsam sind wir personell wieder vollständig", jubelt Radojevic.