Kuchen/Hausen/Überkingen Freie Köpfe, weniger Fehler

Marius Schmiedel attackiert einen Dettinger. Der Kuchener wird rechtzeitig fit.
Marius Schmiedel attackiert einen Dettinger. Der Kuchener wird rechtzeitig fit. © Foto: Thomas Madel
Kuchen/Hausen/Überkingen / Von Thomas Friedrich 12.10.2018
Bezirksligist FTSV Kuchen hat die zweiwöchige Pause gut getan, Marius Schmiedel ganz besonders. B 9-Schlager in Hausen.

Sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hatte der FTSV Kuchen vor seinem spielfreien Wochenende, sieben Punkte sind es auch danach. Die Bezirksliga-Abstinenz hat dem FTSV also nicht geschadet. Mehr noch, sie hat der Mannschaft „richtig gutgetan“, sagt Trainer Martin Braunmiller. Er ist froh, dass seine Spieler mal „ein paar Tage abschalten und den Kopf freibekommen“ konnten.

Besonders gutgetan hat die Pause Mittelfeldspieler Marius Schmiedel, dessen Verletzung aus dem letzten Spiel einen Einsatz am vergangenen Wochenende nicht zugelassen hätte. Für den Heimauftritt am Sonntag um 15 Uhr gegen Tabellennachbar TV Nellingen sollte die Zeit gereicht haben. Morgen brauchen die Kuchener jeden Mann, es kommt die beste Auswärtsmannschaft der Liga ins Ankenstadion. Alle vier Spiele in der Fremde haben die Nellinger gewonnen, mit der beeindruckenden Bilanz von 17:4 Toren.

Braunmiller ängstigen diese Zahlen nicht. Sein Team müsse „sowieso in jedem Spiel alles abrufen“, das ist morgen nicht anders. Nur sollten die Kuchener gegen diesen Kontrahenten ihre Aussetzer dringend abstellen. Sie müssen für ihre Tore „enormen Aufwand betreiben“, sagt Braunmiller. Wer sich seine Treffer so sauer verdienen muss, „sollte dem Gegner keine leichte Tore schenken“.  Mit einem Sieg wollen die Kuchener ihren unerwartet guten Saisonstart vergolden und den Vorsprung auf die unteren Tabellenregionen ausbauen.

Perfektes Binnenklima

Viel besser als erwartet steht auch die SG Hausen-Überkingen da. Ins Spitzenspiel der Kreisliga B 9 gegen den VfR Süßen geht der Zweite sogar als heimlicher Tabellenführer. Die SG hat genauso viele Punkte wie der Primus, aber ein Spiel weniger ausgetragen. Vor Saisonbeginn hat Hausen-Überkingen einen Platz im oberen Tabellendrittel angepeilt. Dass es so weit nach vorn geht, überrascht Trainer Murat Erzurum nur bedingt. Er betrachtet den derzeitigen Spitzenrang als „Lohn für das intensive Mitziehen“ der Mannschaft. Er ist bei jedem Training „aufs Neue geflasht“ von der schieren Masse eifriger Fußballer. Im Schnitt liegt die Trainigsbeteiligung bei 27 Mann, so was sucht in der Kreisliga B Seinesgleichen.

Für Erzurum ist es „noch zu früh“, um das Saisonziel zu korrigieren. Bei seinen Spielern sieht das vielleicht morgen Abend anders aus. Gewinnen sie das Topspiel und setzen sich auf Rang eins, könnte das eine Eigendynamik in Gang setzen. Die Mannschaft darf gerne verkünden, sich oben nicht mehr verdrängen zu lassen. Das ist dem Trainer immer noch lieber, als wenn die Angst, plötzlich etwas verlieren zu können, jeden Schritt lähmt.

Von Verletzungen ist die SG bislang verschont geblieben. ­Erzurum hat seinen Kader von 16, 17 Spielern gefunden, die er „vorbehaltlos einsetzen“ kann. Es passt alles im Binnenklima zwischen Abteilungsleitung, Trainer und Mannschaft. Für Erzurum sind das ideale Voraussetzungen, damit die SG am Ende womöglich „über das Saisonziel hinausschießen“ kann.

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