Fußball Flitsch führte Spatzen aus dem Keller

Chefcoach Tobias Flitsch kommt mit Regionalligist SSV Ulm am 20. Januar zum Vierer-Vorbereitungsturnier des Sportvereins nach Göppingen.
Chefcoach Tobias Flitsch kommt mit Regionalligist SSV Ulm am 20. Januar zum Vierer-Vorbereitungsturnier des Sportvereins nach Göppingen. © Foto: Eibner
Göppingen / MARKUS MUNZ 11.01.2018
Der ehemalige Trainer des FC Heiningen ist als Chefcoach des Regionalligisten SSV Ulm enorm gefordert.

Hinter Tobias Flitsch liegt ein intensives Fußball-Jahr 2017. Vor zwölf Monaten wechselte er vom FC Heiningen als Co-Trainer zu Fußball-Regionalligist SSV Ulm 1846. Nach drei Niederlagen und elf Gegentoren zum Auftakt der laufenden Saison trat Cheftrainer Stephan Baierl im August zurück. Flitsch übernahm die Regie und führte die „Spatzen“ aus dem Tabellenkeller.

Mit 24 Punkten liegt der SSV Ulm momentan über dem Strich, der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist mit drei Punkten allerdings dünn, wobei eine komplizierte Abstiegsregelung in der Regionalliga letztlich zwischen drei und sechs Absteigern vorsieht. „Wir haben die Qualität, um die Klasse zu halten, und um nichts anderes geht es auch in der Rückrunde“, sagt Flitsch, der die Mannschaft seit Anfang Januar zur Wintervorbereitung bittet. Am 10. Februar wird es für die Ulmer mit einem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II wieder Ernst in der Regionalliga. „Wir standen alle vor einer großen Drucksituation“, blickt der 38-jährige auf den Beginn seiner Mission zurück. Schon die Rückrunde 2016/2017 war durchwachsen verlaufen, die Saison wurde aber auf Grund eines Punktepolsters aus der Vorrunde noch auf Platz neun abgeschlossen. „Die Euphorie nach dem Aufstieg war weg und dazu sind viele Verletzte gekommen“, analysiert Flitsch. Nach dem Fehlstart in die neue Saison  – „das zweite Jahr ist das schwierigere, so ist es letztlich auch gekommen“ – war die Verunsicherung lange greifbar, aber nach und nach „haben wir uns gefangen und sind wettbewerbsübergreifend 13 Spiele ohne Niederlage geblieben. Allerdings waren auch neun Unentschieden dabei, deshalb sind wir in der Tabelle nicht so vorwärtsgekommen wie erhofft.“ Zum Ende der Vorrunde musste Flitschs Team, in dem der vom Göppinger Sportverein gewechselte Marcel Schmidts auf neun Einsätze kam, nicht unerwartete Niederlagen gegen das Spitzentrio einstecken. Richtig ärgerlich war hingegen das 1:2 auf eigenem Platz im letzten Spiel gegen Kellerkind TSV Schott Mainz: „Es war nicht schön, mit diesem Erlebnis in die Winterpause zu gehen. Aber die Liga ist auch richtig stark, deshalb kann man schnell in enge Situationen kommen.“ Dafür steht der Klub im Viertelfinale des WFV-Pokals.

Tobias Flitschs Vertrag ist bis zum Saisonende datiert. In der Rückrunde will der selbständige Familienvater für sich entscheiden, ob er die Intensität des ­Regionalliga-Trainerjobs weiter leisten kann. Die meisten seiner Trainerkollegen arbeiten unter Profibedingungen. In der Vor­bereitung absolvieren die Ulmer neun Einheiten pro Woche, dazu kommt die regelmäßige Medienarbeit für den Chef. „Im Moment ist Fußball die Nummer eins und beansprucht meine volle Konzentration.“

Termine des Göppinger Sportvereins stehen

Planung Sein zweites Hallenturnier bestreitet Oberligist SV Göppingen am Sonntag beim FC Albstadt, worüber sich besonders Kevin Dicklhuber freut, denn seine Familie lebt in Albstadt und der FC ist sein Heimatklub. Bereits einen Tag davor bittet SV-Trainer Gianni Coveli zum Trainingsauftakt.

Turnier Nachdem am 17. Januar das erste Testspiel gegen die SG TT Göppingen ansteht, folgt am Samstag, 20. Januar, der Höhepunkt der Vorbereitung mit dem Vierer-Turnier auf beiden Kunstrasen- Plätzen. Zu Gast an der Hohenstaufenstraße sind dann Regionalligist SSV Ulm 1846 mit Trainer Tobias Flitsch und dem Ex-Göppinger Marcel Schmidts, Oberliga- Vizemeister FSV 08 Bissingen und Verbandsligist TSV Ilshofen. „Das sind lauter spielstarke Teams und der Modus jeder gegen jeden ist für die Zuschauer sehr interessant“, schwingt in Covelis Worten die Vorfreude mit. ab

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