Fußball-Landesliga Erst muss der SC gewinnen, dann heißt es: „Daumen drücken“

Stabil zu sein, wie hier Tobias Müller, darauf kommt’s für den SC an.
Stabil zu sein, wie hier Tobias Müller, darauf kommt’s für den SC an. © Foto: Thomas Madel
Thomas Friedrich 19.05.2017
SC Geislingen braucht morgen dringend einen Heimsieg gegen die TSG Hofherrnweiler und hofft zudem auf Hilfe der Nachbarn.

Der Druck wächst mit jeder Pleite, allmählich kommt der SC Geislingen in die Regionen, in denen jede Niederlage endgültig den Verbleib in der Fußball-Landesliga kosten kann. Drei Spieltage vor Schluss fehlen dem SC vier Punkte zum Relegationsplatz und deren fünf zum rettenden Ufer. Noch vertraut Trainer Jasko Suvalic darauf, dass seine Mannschaft noch den Kopf aus der Schlinge zieht, weil sie „schon so oft scheinbar ausweglose Situationen gemeistert“ habe.

Viel mehr als das Bemühen der Vergangenheit bleibt dem SC-Coach nicht, die Gegenwart spricht nicht für seine Mannschaft. Zwei Pleiten in Folge haben sie tief in den Sumpf gezogen, Suvalic verzweifelt hin und wieder an seinen Offensivkräften. Beim 1:3 in Köngen  sind die Geislinger einmal mehr an ihrer weit unterdurchschnittlichen Chancenverwertung gescheitert, für den Trainer mittlerweile „kein Zufall mehr“. Ob ein Spieler frei vor dem Tor die Nerven behält oder nicht, ist eben „auch eine Frage der Qualität“.

Alternativen sind dünn gesät. Für das eminent wichtige Heimspiel morgen um 15.30 Uhr gegen die TSG Hofherrnweiler muss er aus „13 oder 14“ Startelfkandidaten die richtigen auswählen. Geprüfte Torjäger befinden sich nicht darunter.

Die Geislinger  müssen gewinnen und zudem auf Hilfe der Nachbarn Heiningen und Ebersbach hoffen, die den SC-Konkurrenten Nürtingen und Blaustein Punkte abnehmen sollen. „Erst gewinnen, dann Daumen drücken“, stellt Suvalic die korrekte Reihenfolge her. Gewinnen die Seinen nicht, dürfte ihnen ohnedies kaum noch zu helfen sein.

Bislang musste sich der SC stets mit Gegnern herumschlagen, die selbst noch Punkte brauchten. Morgen kommt erstmals ein Team, für das es um nichts mehr geht. Den Unterschied sollen die Seinen spürbar machen. „Wenn es hart auf hart kommt, muss der Gegner merken, dass es für uns um alles geht“, fordert er. Die Geislinger Konkurrenz punktete zuletzt häufig gegen Teams, die es schleifen ließen. Morgen würde auch der SC gerne mal von einem solchen profitieren. An den Nerven soll es nicht scheitern. Da seit Wochen jedes Spiel enorme Bedeutung hat, haben sich seine Schützlinge „an die psychische Belastung gewöhnt“, sagt Suvalic. Die Nervosität haben sie abgelegt, vielleicht tun sie das auch noch mit der Torschuss-Panik.