Göppingen SV Göppingen seit sieben Spielen ungeschlagen

Göppinger Jubel pur, Pavlos Osipidis (links) lässt sich für seinen Treffer zum 1:1 feiern.
Göppinger Jubel pur, Pavlos Osipidis (links) lässt sich für seinen Treffer zum 1:1 feiern. © Foto: Peter Poller
Göppingen / Von Markus Munz 05.11.2018
Mit dem 2:2 gegen den FC Nöttingen hat der Göppinger Sportverein seine Serie auf sieben ungeschlagene Spiele ausgebaut.

Mit einem Zähler kann der Sportverein gut leben. „Wir haben gegen ein Top-Team einen Rückstand aufgeholt. Zum Schluss stand das Spiel Spitz auf Knopf, beide wollten den Sieg, aber ich denke, das Ergebnis ist leistungsgerecht“, kommentierte Trainer Gianni Coveli. „Wegen der Mehrzahl an klaren Chancen hätten es drei Punkte für uns sein müssen“, widersprach Kollege Michael Wittwer. Er hatte in der ersten Hälfte das „beste Auswärtsspiel der Saison“ gesehen, „da darf es nicht nur 1:1 stehen.“

Als Leutrim Neziraj allein vor dem Göppinger Tor den Ball bekam, rechnete alles mit dem Abseitspfiff. Der Mittelstürmer schob aus fünf Metern ein, Schiedsrichter Benjamin Kammerer besprach sich kurz mit seinem Assistenten Kadir Yagci und gab den Treffer zum 0:1 (28.). „Wir haben in der ersten Hälfte die Vorgaben nicht umgesetzt“, monierte Coveli, „wir waren zu passiv und haben nur reagiert.“ Zehn Minuten nach dem Gegentor kochten die Emotionen bei einer falschen Einwurf-Entscheidung des Assistenten, die der Schiedsrichter auf Nöttinger Fair-Play hin korrigierte, erneut hoch. Die Szene diente gleichzeitig als Weckruf für die Göppinger. Kevin Dicklhuber zog davon und flankte aus vollem Lauf präzise auf Pavlos Osipidis, der per Kopf aus zehn Metern vollendete. „Die Emotionen haben wir in die zweite Hälfte transportiert und es dort deutlich besser gemacht“, freute sich Coveli, „leider sind wir nach dem 2:1 zu euphorisch und passen nicht auf.“

Chris Loser versenkte einen Freistoß vom Strafraumeck per Traumtor in den Winkel (56.). Postwendend glichen die Gäste aus, Mario Bilger stand am Ende einer Göppinger Fehlerkette im Strafraum völlig frei. SV-Torhüter Kevin Rombach verhinderte mit starken Paraden einen erneuten Rückstand. Der Sportverein wurde erst in der Schlussphase wieder gefährlich. Bei einem Loser-Kracher riss Kraski noch die Fäuste hoch. Ein Dicklhuber-Freistoß landete Sekunden vor Schluss am Außenpfosten.

SV Göppingen: Rombach – Loser, Stierle, Mägerle, Leonhardt (46. Kotiukov), Osipidis (74. Ziesche), Schwarz, Brück, Renner (86. Coppola), Dicklhuber, Wende (66. Serour).

FC Nöttingen: Kraski – Manduzio, Kolbe, Brenner, Fratea, Bilger, Ulusoy, Rodriguez, De Santis (59. Bitzer), Neziraj (80. Schürg), Di Piazza (90. Schneider).

SR: Benjamin Kammerer (Bösingen). – Tore: 0:1 Neziraj (28.), 1:1 Osipidis (38.), 2:1 Loser (56.), 2:2 Bilger (57.). – Zuschauer: 400.

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Göppinger Zuschauer macht Ärger

In der 42. Minute unterbrach Schiedsrichter Kammerer die Partie auf Intervention von Assistent Kadir Yagci. Der war von einem Zuschauer beleidigt und bedroht worden. Ordner brachten den Randalierer aus dem Stadion. Er gehört nicht zum Fanclub „Rosso-Nero“, hatte sich aber dort aufgestellt. Kammerer hätte die Partie nach den Regeln auch abbrechen können, setzte das Spiel aber fort.

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