Beim Spitzenspiel vor 600 Zuschauern in Faurndau war der Titelgewinn für den FC Eislingen zu keiner Zeit in Gefahr. Die Gastgeber, die einen Sieg zur Meisterschaft gebraucht hätten, blieben am Samstag offensiv zu harmlos und bissen sich an der besten Abwehr der Liga um FC-Spielertrainer Thomas Scheuring die Zähne aus. „Wenn man hier beim direkten Konkurrenten, der bisher die meisten Tore erzielt hat, die Null hält, dann hat man es auch verdient aufzusteigen“, erklärte Scheuring, dessen Mannschaft den ersten Durchgang bestimmte.

Nach einer Viertelstunde hatte Mario Brenner die erste gute Gelegenheit, zielte aber knapp am Tor vorbei. In der 36. Minute gingen die Gäste verdient in Führung. Faurndaus Torhüter Michael Skrzypiec hatte per Fußabwehr noch gegen Marius Kaufmann gerettet, doch den Abpraller schnappte sich Arsim Istrefi und traf ins leere Tor. Eine Minute zuvor hatte sich Skrzypiec bereits bei einem Kaufmann-Abschluss lang gemacht und den Rückstand noch verhindern können. „Wir sind nicht so in das Spiel reingekommen, wie wir es von uns erwartet haben“, bedauerte FVF-Trainer Metin Kartal, „der Gegner hat die Zweikämpfe gewonnen. Wir waren vielleicht etwas gehemmt, weil der Druck da war.“

In Hälfte zwei zog sich der FC Eislingen mit der Führung im Rücken etwas zurück und lauerte auf Konter. Faurndau musste mehr riskieren und kam über den Kampf zurück ins Spiel. „Leider haben wir das Tor nicht gefunden“, klagte Kartal, „wir haben zwar mehr Zugriff gehabt, uns aber nichts Zwingendes erarbeiten können.“ Letztlich blieb es bei Faurndauer Halbchancen, die beste hatte noch der eingewechselte Robert Klein (88.), als die Gastgeber schon mit langen Bällen operierten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der FC Eislingen aber bereits im Feiermodus, zu wenig Gefahr entfachte der Verfolger.

„Unsere Erfolge im WFV-Pokal vor Beginn der Saison haben die Erwartungen im Umfeld ganz schön hochgeschraubt, aber ich wusste, dass es in der Liga ein schwerer Weg wird“, bilanzierte Scheuring, „wir mussten immer das Spiel machen, die Gegner standen hinten drin und waren alle top motiviert. Alles in allem haben es die Jungs toll gemacht.“ Auch Metin Kartal zog trotz der Niederlage ein positives Saisonfazit: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie das Rennen bis zum letzten Spieltag offen halten konnte. Die Jungs sind heute enttäuscht, aber wir werden die Köpfe hochnehmen und haben in der Relegation hoffentlich zwei Finalspiele vor uns.“

FV Faurndau: Skrzypiec – Kurtcu, Baum, Pilz (71. Klein), Ponomartschuk (90. Bauer), Hamann (55. Leu), Hänßler, Nehir (83. Mayer), Malerba, Moll, Haug.

FC Eislingen: Ullrich – Brenner, Schreiber, Scheuring (87. Sahin), Maticevic, Istrefi (70. Schmidt), Abramowitz, Hechler, Arngold, Webinger (58. Schrehardt), Kaufmann (74. Delic).

SR: Alexander Mack (Nersingen).

Tor: 0:1 Istrefi (36.)

Zuschauer: 600.