Landesliga In Bad Boll sind Einzelgespräche aufgrund der prekären Lage nötig

Benny Geiger (l.) steckt mit Boll im Abstiegskampf.
Benny Geiger (l.) steckt mit Boll im Abstiegskampf. © Foto: Cornelius Nickisch
Kreis Göppingen / MARKUS MUNZ 19.05.2017
Die Fußballer des TSV Bad Boll sind nah an der Abstiegszone. Heiningen winkt die Relegation.

Die Landesliga-Fußballer des TSV Bad Boll haben sich drei Spieltage vor Saisonende in eine brenzlige Tabellensituation gebracht. Nach der 1:2-Niederlage gegen den Vorletzten TSV Neu-Ulm und nur neun Punkten aus zehn Spielen im Kalenderjahr 2017 ist man der Abstiegszone bedrohlich nahe gerückt.

„Die Lage ist prekär, wir sind zum Siegen verdammt“, erklärt Trainer Benjamin Geiger vor dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den TSGV Waldstetten. Dort hat Geigers Vorgänger Mirko Doll mit 37 Punkten  den Klassenerhalt vor Augen.  Bad Boll dagegen verharrt nach sechs Spielen ohne Sieg bei 32 Punkten. „Wie der Gegner heißt oder wo er in der Tabelle steht, spielt für uns keine Rolle mehr, für uns zählen nur Siege“, weiß Geiger, der sich zu Wochenbeginn jeden Akteur zum Einzelgespräch geholt hat: „Es ist keine einfache Situation, jeder muss sich im Klaren sein, dass wir im Abstiegskampf stecken. Da ist vieles Kopfsache.“

Von der Qualität seiner Mannschaft ist der 37-Jährige überzeugt, auch wenn gegen Wald­­stetten einmal mehr wichtige Spieler fehlen oder angeschlagen ins Spiel gehen werden. Für den verletzten Regisseur Michael Heilemann dürfte ein Einsatz zu früh kommen. Kapitän Robin Jaksche kämpft noch mit den Spätfolgen einer Gehirnerschütterung. Marc Djorovic (Hüfte) und Mario Feldmeier (beruflich) fehlten im Training. Beide standen in der Elf, die gegen Neu-Ulm verlor, als Geiger in der Schlussphase volles Risiko ging und am Ende mit leeren Händen dastand. „Im Nachhinein hätte man lieber den einen Punkt behalten, aber es ging zuhause gegen den Vorletzten, da wollten wir den Dreier“, rechtfertigt der Trainer seine Marschroute. Damit am Sonntag der dringend benötigte Sieg herausspringt, müsse sich sein Team „über 90 Minuten so präsentieren und nicht nur eine Halbzeit lang, außerdem müssen wir mehr Kapital aus einer Überlegenheit schlagen.“

Am morgigen Samstag um 15.30 Uhr empfängt der FC Heiningen den FV Nürtingen, einen Boller Tabellennachbarn. Mit einem Sieg kann die Egger-Elf für die Relegation planen. Der Trainer muss auf den gesperrten Taktgeber Benjamin Kern und den am Außenband verletzten Tobias Rössler verzichten. Der SV Ebersbach kann morgen in Blaustein den Bollern Schützenhilfe leisten. Zum Saison­ende wird Thomas Scheuring den SVE verlassen, verlängert haben Chris Baumgartner, Caglar Celiktas, ­Jannik Froschauer und Torhüter Timo Schurr. Der FC Eislingen tritt am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Weilheim an. Markus Munz