Fußball Ehrgeiz geht übers Mithalten hinaus

Abwehrspieler Manuel Heinzmann (rechts, hier gegen TT Göppingen) rotiert heute im Pokalspiel wohl wieder in die Startelf des SC Geislingen zurück.
Abwehrspieler Manuel Heinzmann (rechts, hier gegen TT Göppingen) rotiert heute im Pokalspiel wohl wieder in die Startelf des SC Geislingen zurück. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Thomas Friedrich 29.08.2018
Der SC Geislingen rechnet sich im WFV-Pokal gegen Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen eine echte Chance aus.

Zwei Siege bei 6:1-Toren zum Landesliga-Start machen selbstbewusst. Für den SC Geislingen geht es in der dritten WFV-Pokalrunde heute um 17.15 Uhr im Eybacher Tal gegen Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen nicht allein um ein achtbares Ergebnis. Nur mitzuhalten reicht Jasko Suvalic nicht, der Geislinger Trainer will mit den Seinen „eine Runde weiterkommen.“

Die Geislinger wissen genau, was auf sie zukommt. Suvalic schickte am vergangenen Sonntag seinen Assistenten Sezgin Karabiyik zum Liga-Heimspiel  von Calcio gegen den FC Heiningen.Der SC bekommt es heute mit einer „von den Einzelspielern her perfekten Mannschaft“ zu tun, berichtete der Co-Trainer an seinen Chef. Karabiyik sah eine Fülle von „Supertechnikern, die nie in Hektik verfallen“, gibt Suvalic die Erkenntnisse seines Assistenten wieder. Der SC-Coach zählt Calcio zu den „absoluten Topteams“ der Verbandsliga.

SC rotiert drei oder vier Mal

Suvalic sieht darin noch lange keinen Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Für den Gegner spreche die höhere individuelle Klasse, doch die Seinen haben ein Heimspiel, dieser Vorteil wiege die eine Liga Unterschied auf und mache die Partie heute zu einem „50:50-Spiel“. Auch der Verbandsligist nimmt die Aufgabe ernst und überlässt nichts dem Zufall. Suvalic hat am Samstag beim SC-Gastspielsieg in Blaustein Beobachter von Calcio gesichtet.

Was die Erkenntnisse der Geislinger und Echterdinger Spione heute wert sind, muss sich weisen. Suvalic stellt auf mindestens drei Positionen um und erwartet auch beim Gegner einige Änderungen im Vergleich zum Sonntag. Kapitän Nico Orlando hat in zwei Landesligapartien viermal getroffen, heute fällt der Stürmer wegen muskulärer Probleme ebenso aus wie Uwe Grupp (Urlaub) und Tobias Müller (Schlag aufs Knie). Beim Innenverteidiger wäre Suvalic schon froh, wenn er am Samstag im Derby gegen Bad Boll wieder auflaufen kann. Für das Trio kommen Yannick Ruther, Karlo Petricevic und Manuel Heinzmann in die Start­elf.  Die Rochade, die der SC-Trainer womöglich noch mit einem vierten Wechsel anreichert, erfordert auch teaminterne Verschiebungen. Einige Spieler bekleiden heute eher ungewohnte Positionen, der WFV-Pokal als Vielseitigkeitsprüfung.

Auch ohne Verletzungen hätte Suvalic umgestellt, er braucht am Samstag im Derby wieder elf fitte Spieler. Englische Wochen lassen sich für die Seinen eine Spielklasse höher „nicht mehr so leicht wegstecken“ wie in Bezirksliga und Bezirkspokal im Vorjahr. Die Gegner sind jetzt stärker, die Mannschaft muss noch mehr investieren. Auch im WFV-Pokal werden die Kontrahenten von Runde zu Runde stärker. Nach den Siegen gegen Bezirksligist Blaubeuren und Landesligist Bargau soll jetzt ein Verbandsligist dran glauben. Dann müsste im Achtelfinale ja ein Oberligist an der Reihe sein. „Dann kann der SSV Ulm kommen“, sagt Suvalic.

Um die Reihenfolge einzuhalten, müssten die Geislinger aber erst noch einen Gegner vom Kaliber des SV Göppingen oder der Stuttgarter Kickers aus dem Weg räumen, ehe sich die Wege mit Ulm kreuzen können. Die Spatzen spielen bekanntlich in der Regionalliga.

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