Fußball Ehrenamtlich Wunder vollbringen

Andreas Buck leitet künftig die Geschicke des 1. FC Kaiserslautern.
Andreas Buck leitet künftig die Geschicke des 1. FC Kaiserslautern. © Foto: Markus Sontheimer
Geislingen / Thomas Friedrich 08.02.2019

1998 wurde Andreas Buck als Spieler mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Fußballmeister, mittlerweile steckt der in die Niederungen der Dritten Liga abgerutschte Traditionsverein in finanziellen Schwierigkeiten. Buck will mithelfen, den Club wieder zurück zu altem Glanz zu führen. Gemeinsam mit Wilfried de Buhr bildet der Geislinger den ehrenamtlichen Vorstand des FCK. Gestern gab Aufsichtsratschef Patrick Banf die Berufung des Duos bekannt.

Buck hat sich die Zusage „lange überlegt“, es war für ihn „keine einfache“ Entscheidung. Letztlich gab der Inhaber einer Versicherungsagentur aber doch sein Ja-Wort, die Aufgabe reizt ihn. Den FCK „wieder dahin zu bringen wo er mal war“, ist die ultimative Herausforderung.

Derzeit ist der Verein weit von alten Zeiten entfernt. Die Mannschaft dümpelt im Niemandsland der Dritten Liga, Buck hat nicht nur aus Verbundenheit zugesagt. Ihn fasziniert nach wie vor „die immense Strahlkraft“ des Vereins. Aus eigener Erfahrung als Spieler weiß er noch genau, „wie die Region abgeht“ wenn der FCK Erfolg hat, „und wie sie leidet“, wenn es wie derzeit bergab geht.

Buck leitet künftig die Geschäfte des Vereins, er ist für die Abteilungen und teilweise für das Nachwuchsleistungszentrum zuständig. Dazu gehört „ein enger Dialog“ mit der sportlichen Leitung. Als Erstes muss sich der Neue „einen Überblick verschaffen“, vor allem über die Finanzen. Da dürften ihn keine allzu freudigen Nachrichten erreichen.

Sechs Jahre vor dem FCK feierte Buck auch mit dem VfB Stuttgart den deutschen Meistertitel. Dort wurde nach dem Rücktritt Guido Buchwalds am Dienstagabend ein Platz im Aufsichtsrat frei. Abgesehen davon, dass ihn keiner vom VfB angerufen hat,  reizt Buck die Aufgabe in der Pfalz viel mehr. Der FCK verfüge längst nicht über die finanziellen Mittel der Schwaben, die Aufgabe dort sei daher „ungleich schwerer“ und damit spannender.

Aufsichtsratschef Banf hat beide Wunschkandidaten überzeugt. Mit de Buhr und Buck bekomme der Verein zwei Führungskräfte, die über die „notwendige Kompetenz und Persönlichkeit“ verfügen. Um den FCK zurück in die Bundesliga zu führen, braucht’s neben diesen Eigenschaften auch noch die Fähigkeit Wunder zu vollbringen.

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