Verbandsliga Die Viertelstunde des Grauens

Sindelfingen / Timo Rees 05.11.2018

Die erste klare Chance ging auf das Konto von Gastgeber VfL Sindelfingen. Alex Markzel Aleman-Soli spielte den Ball scharf in die Mitte, dort kam Oliver Glotzmann einen kleinen Schritt zu spät (8.). In der 16. Minute hatte Heiningen gleich zweimal die Großchance zur Führung. Zunächst schrammte ein Kopfball von Robin Reichert nach einer Ecke um Haaresbreite am Sindelfinger Tor vorbei, Sekunden später traf Dominik Mader mit einem Kunstschuss aus knapp 20 Metern die Latte. In der 23. Minute entschärfte FC-Keeper Marius Funk einen der Konter über Aleman-Solis und Glotzmann mit einer Glanzparade.

Machtlos war Funk acht Minuten später. Nach einem Heininger Freistoß und unnötigem Ballverlust rannten gleich drei Sindelfinger auf Funk und Absicherung Kevin Gromer zu. Sie spielten den Konter blitzsauber zu Ende und Aleman-Solis erzielte die Führung. Im Gegenzug verpasste Zaglauer per Kopf knapp den Ausgleich. Danach legten die Gäste eine Viertelstunde des Grauens hin. Sie waren völlig von der Rolle und schenkten sich beinahe selbst den nächsten Treffer ein, Keeper Funk machte den Fehler seiner Vorderleute mit einer weiteren starken Parade wett. Schon zwei Minuten vorher war Funk mit einer Glanztat gegen Aleman-Solis zur Stelle gewesen. Fünf Minuten vor der Pause war Funk doch geschlagen. Seine Vorderleute brachten den Ball nicht weg und Armin Zukic bedankte sich. Es kam noch schlimmer, in der 43. Minute patzte auch noch Funk und Aleman-Solis traf zur 3:0-Pausenführung.

Im zweiten Durchgang zeigte Heiningen ein ganz anderes Gesicht. Plötzlich gewannen die Gäste Zweikämpfe und wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Großchancen blieben aber Mangelware. Dominik Mader wurde in letzter Sekunde am Schuss gehindert (52.). Nach einem Heininger Ballverlust tauchten zwei Minuten später zwei Sindelfinger alleine vor Funk auf, Zukic verdaddelte den Konter.

Bis zum Schluss zeigte der FCH eine ansehnliche Leistung, die letzten 15 Minuten im ersten Durchgang waren nicht mehr zu korrigieren. Weiterer Wermutstropfen: Innenverteidiger Lennart Ruther musste nach einem Foul mit starken Schmerzen im Hüftbereich raus. Erste Tests in der Böblinger Kreisklinik ergaben, dass alle inneren Organe in Ordnung sind.

FC Heiningen: Funk – Reichert, Hölzli, Ruther (72. Rössler), Maglio (46. D‘Onofrio), Tausch, Kern, Gromer (84. Gümüssu), Mader, Kriks (57. Lopes Silva), Zaglauer.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel